Abgesang Freiheit & Nomadentum, Teil III (Geld)

Arbeiten, wo andere Urlaub machen bzw. dort arbeiten, wo es schönes Wetter, angenehme Menschen und gutes Essen gibt – das klingt schon mal gut, das ist bestimmt „Freiheit“ von hiesigen Zwängen genug. Es bleiben ja noch genügend.

Die „Pistenkuh“ etwa zieht es aus den entferntesten Gegenden immer wieder zur Familie nach Deutschland zurück – und zu den Allrad- und Abenteuer-Messen, auf denen sie sich und ihre Buch- und Filmprojekte vorstellen und vertreiben. Von Familie Koch (die durchaus kein Selbstverständnis als „digitaler Nomade“ pflegt) weiß man, dass die pekuniäre Grundlage ihres Freiheitsanspruches in harter Arbeit vor vielen Jahren und Aktiengeschäften liegt; das heißt aber auch, dass sie vom Auf und Ab der Börsenkurse teilweise abhängig sind. Und obendrein scheint es die aufwändig produzierten Reiseführer in Text, Stand- und Bewegtbild zu brauchen, um zusätzliches Geld in die Kasse zu bringen.

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Abgesang Freiheit & Nomadentum, Teil II (Besitz)

Das Coronavirus und die damit verbundenen Auflagen & Einschränkungen haben gezeigt, dass die mobile Freiheit unterwegs eine fragile ist. Frankreich, Spanien, Portugal oder Marokko – sie alle schickten die Reise- und Wohnmobilisten nach Hause, wer Geschick & Glück hatte, strandete in idyllischer Lage, wollte dann aber früher oder später doch „nach Hause“ – also nach Deutschland oder zumindest auf den europäischen Kontinent in gesichertere und überschaubarere Verhältnisse)…

Vor den Fährhafen stauten sich weiße wie bunte Wohnmobile und Expeditionsfahrzeuge gleichermaßen; viele hatten Pech und tauschten die mobile „Freiheit“ gegen tage- und wochenlanges Stehen am Straßenrand im Stau. Wer Glück hatte, kam noch auf den letzten Drücker „rüber“ – von Marokko nach Spanien und weiter nach Portugal. Wo es je nach Diskussionsbereitschaft der Polizei noch zeitweilig möglich war, sich gemütlich zwischenzulagern.

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Wildnis-Training: Into the wild. For your self.

Achtsamkeits-Training in der Natur auf einer Streuobstwiese im Taunus.

Wir Menschen haben Jahrtausende in der Natur verbracht, mit dem notwendigen Respekt vor ihren Eigenheiten und Gefahren. Evolutionsbiologisch sind wir Teil der Natur und fühlen uns grundsätzlich wohl darin: Beim “Tag der Achtsamkeit in der Wildnis” geht es darum, dass die Teilnehmer in einer Art Tages-Retreat ihre Sinne schärfen und zu natürlicher Wahrnehmung und zu einem erweiterten Körpergefühl finden, zu mehr Selbst-Bezug, Selbst-Vertrauen und Selbst-Bewusstein.

Was hat das mit Krav Maga-Training zu tun?

Unsere Mission ist, Menschen beizubringen, sich selbst zu verteidigen. Natürlich geht es dabei vorrangig wie vordergründig darum, einen gewalttätigen Übergriff zu abzuwehren. Tatsächlich ist diese Formulierung wichtig: “Abwehren” bedeutet nicht, jemanden zu vernichten. Wir sind nicht im Krieg. Abwehren bedeutet: Der Angreifer kann oder will seine Attacke nicht weiter fortsetzen. In ziviler Umgebung unter zivilen Umständen ist das ausreichend.

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Abgesang Freiheit & Nomadentum, Teil I (Wissenschaft)

Das sympathische Pistenkuh-Paar sieht den Betrachter von der Seitenleiste seiner Homepage an und strahlt: Seit soundso viel Tagen in Freiheit! Seit sie vor vielen Jahren angefangen haben, in einem LKW zu leben und zu reisen…

Im Laufe der vergangenen Jahre habe ich einige Menschen kennenlernen dürfen, die ihr Leben ganz und gar mobil verbringen, die dabei zumeist aus den üblichen Lohnerwerbszwängen von 9-to-5-Jobs ausgebrochen sind. Viele von ihnen arbeiten unterwegs, das Stichwort hierzu lautet nicht immer, aber häufig „digitaler Nomade“ – weil unterwegs arbeiten und Geld verdienen heutzutage mit einer immateriellen, online-basierten Dienstleistung möglich und machbar ist.

Dabei erfolgt ein romantisch verklärter & verklärender Rückgriff auf das historische Nomadentum – speziell auf dessen angenommene Freiheit in puncto Ortswechsel und Bewegung. Freilich: Mobil gearbeitet hat etwa der Zimmermann auf Wanderschaft seit jeher, aber selbstverständlich war er „auf Walz“ keineswegs frei. Er war an die Regeln seiner Zunft und daran gebunden, jemanden zu finden, der ihn engagiert und bezahlt – ob es ihm dort gefallen hat oder nicht.

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Covid-19: heilsamer Schuss vor den Bug

Unabhängigkeit und Selbstversorgung unter eingeschränkten Bedingungen

Als Krav Maga-Übender dürfte man wegen der Covid-19-Einschränkungen eigentlich nicht allzu beunruhigt sein – sonst wären ja alle Trainings-Appelle a la „always expect the unexpected“ und „always train in a position of disadvantage“ nutzlos gewesen…

Für mich kann ich sagen, dass ich ein mildes (!) Prepping schon seit meinem ersten Survival-Kurs Anfang der 80er betriebe (also Lebensmittel u.a. Vorräte für ein paar Tage im Haus etc.) und das natürlich meine Fernreisen in kleinen oder großen Geländefahrzeugen in wilde & wüste Gegenden dafür sensibilisieren, seine Vorratslage und potenzielle (Semi-)Autarkie gemäß der „survival rule of three“ (Thermoregulation – Wasser – Essen) im Blick zu haben. Die Ausbildung in der Wildnispädagogik hat natürlich dabei geholfen, die eigene Aktionsfähigkeit in Richtung Selbstversorgung & self-reliance zu erweitern.

Das hat überhaupt nichts mit Prepping a la „Zombie Apocalypse“ und SHTF zu tun.

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Mind Fitness: eigene Potenziale erweitern

Der Kopf steuert den Körper, nicht umgekehrt. Mind Fitness bedeutet: Technisch-motorische Fähigkeiten brauchen eine ebenso gut entwickelte Steuerungsbasis in Gehirn, Sensor- und Nervensystem.

Inhaltlich geht es bei Mind Fitness darum, in Selbstverteidigungs-, Sport-, Stress- Situationen sowie anderen, alltäglichen Belastungen sein Potenzial zu verwirklichen. Oder etwa bei schwierigen Beziehungsgesprächen oder Gehaltsverhandlungen.

Mind Fitness Training ist kein Voodoo

Mentale Trainingsformen sind kein Voodoo oder Hokuspokus, sondern unter Hochleistungssportlern und Spitzenmanagern weit verbreitet. Aber jeder kann unter dem Motto “all you can be the best you can be” davon profitieren. Der Mind-Fitness-Vierwochenkurs bietet die seltene Möglichkeit, in einem überschaubaren Zeitraum bei gleichwohl intensivem Prozess die eigenen Möglichkeiten zu erweitern.

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