Wie man im Klima-Kollaps blüht statt glüht – Teil III

Nach Bloom statt Doom, Pt. I und Pt. II – Was soll das alles praktisch bedeuten?

Sehr einfach: Lerne Fertigkeiten & Fähigkeiten jetzt, solange noch Zeit & Raum dafür existieren. Wie im MBSR oder Krav Maga: Lerne zu meditieren, bevor die Stress-Situation da ist – denn in der Stress-Situation hat man meist keine Kapazitäten dafür, damit anzufangen. Marc Elsbergs realistischer und fundierter Thriller „Blackout“ gibt einen guten Einblick, was man zu erwarten hat.

Lerne:

  • Selbstversorgung, vielleicht mit Hilfe eines Saisongartens.
  • Selbstverteidigung, körperliche Fitness, physische Resilienz. Da geht es auch um praktische Effizienz, aber mehr noch um körperliche Belastbarkeit, und das Vertrauen darauf.
  • Meditation, mentale Resilienz. Da geht es um das Gleiche wie vorstehend, nur auf Geist & Seele bezogen.
  • Erste Hilfe & Taktische Notfallversorgung (EH & TNV) und ein wenig darüber hinaus. In Kriegs-, Krisen-, Katastrophenfällen kommen die Hilfsorganisationen schnell an ihre Grenzen. Besser, du kannst – in einem gewissen Umfang – dir und deinem persönlichen Umfeld selbst zu helfen. (-> z.B.: Notfallvorsorge im Main-Kinzig-Kreis… )
  • Handwerkliches – man kann nicht alles können, aber was kannst du? In Kriegs-, Krisen-, Katastrophenfällen wird man einander helfen (müssen). Gut, wenn jede/r wenigstens eine DiY-Fertigkeit halbwegs gut kann.
  • Gewöhne dich an Veggie-Kost. Ganz pragmatisch: ist leichter zu konservieren und zu bevorraten. (Übrigens: 80 Prozent der Nahrung der steinzeitlichen Jäger & Sammler war Pflanzenkost. Ein Großwild zu erlegen war schwer. Es müsste eigentlich Sammler & Jäger heißen.)
  • Unverpackt kaufen ist „Pre-Prepping“. Nicht Zombies oder Plünderer sind das primäre Problem im Krisenfall. Sondern: Wenn es keine Müllabfuhr mehr gibt, wird es der Müll sein => Ratten => Hygiene. Ebenso alle anderen menschlichen Hinterlassenschaften. Also => übe, wenig Müll zu produzieren. Kaufe dennoch große, verschließbare Müllsäcke!
  • Lass dir Corona eine Lehre sein => bevorrate Desinfektionstücher & -mittel, Einmal-Handschuhe, Masken, allgemeine und besondere Medikamente, Verbands- u.a. EH-Materialien (abgelaufener EH-Kasten aus dem Auto) etc.
  • Last not least (vielleicht das Wichtigste): Ein Gegengewicht zu all dem Dunklen, Depressiven etablieren – Tanzen, Singen, Musizieren, Spielen. Freude am Leben praktizieren.

Auf Reisen erlebt man viele Dinge direkt, über die man sonst nur etwas in den Nachrichtenmedien sieht/hört/liest. Die Rezeption bleibt bei letzterem Zugang zwangsläufig distanziert, die Reaktion auch. Unmittelbar konfrontiert sieht vieles anders aus, und das führt manchmal dazu, das bigger picture wahrzunehmen. Vor diesem Hintergrund hier der dritte von fünf Teilen einer kleinen Serie zu blooming statt dooming.

Beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) findet sich sehr viel Material zu dem, was wirklich wichtig ist bei zukünftigen Kriegen und Katastrophen. Freilich: In den BBK-Materialien findet man das, was man hierzulande der Bevölkerung glaubt zumuten zu können. Beim Arbeiter-Samariter-Bund habe ich einen Tages-Kurs zu „Erster Hilfe mit Selbstschutz“ absolviert, so was…

Diese Kurse sind sehr hilfreich; vor allem für Einsteiger in die Materie. Aber: In Finnland und Schweden ist man da weiter – ich hoffe aber, man setzt die Konzepte dieser Länder auch in Deutschland um. Als Krav Maga’ler sehe ich das nicht als Kriegstreiberei (wie manche Menschen kritisieren) an, sondern im Gegenteil als sinnvolle Umsetzung des alterwürdigen Spruches: Allah ist groß, aber er sagt auch: Binde dein Kamel an.

Beispiele:
https://www.bbk.bund.de/DE/Warnung-Vorsorge/Vorsorge/Ratgeber-Checkliste/ratgeber-checkliste_node.html
https://www.bbk.bund.de/DE/Warnung-Vorsorge/Vorsorge/So-koennen-Sie-sich-vorbereiten/so-koennen-sie-sich-vorbereiten_node.html

Fortsetzung folgt…