Archiv für den Monat: April 2018

Stellplatzprotokoll Sagiada, Griechenland

So was wie ein (kleines) Paradies. Mit Plastikmüll, wie nahezu überall an Griechenlands Gestade. Sandstrand, sanfte Wellen, Flachwasser. Eine Landzunge, über einen schmalen Damm zu erreichen.

Bis auf diesen Damm ringsherum Wasser. Meerwasser und Brackwasser. Auf der Karte stehen wir mitten im Überschwemmungsgebiet auf einem Sandfleck.

Das Wasser wird nicht höher steigen, aber es verschafft ein gutes Gefühl, dass der Grünimog 120 cm Wattiefe hat. Die hat sich schon bei Flut in St. Peter-Ording bewährt.

Erde: Sand, Schotter / Wasser: Meer / Pflanzen: irgendwelche salzwasserresistenten Büsche/ Tiere: Kühe, freilaufend. Streunende Hunde. Ein Fuchs / Bäume: keine / Vögel: Möwen / Wind: Leichte Brise aus N / Wetter/Regen/Wolken: sonnig, trocken, ein paar Cumulus, Niederschlag 0 mm, Luftfeuchtigkeit 62%, Luftdruck 1012 mbar / Sonne: 06:41-20.31 Uhr


Das Stellplatzprotokoll beschreibt Park- und Übernachtungsplätze und das Umfeld in knappen Worten – analog zum Sitzplatzprotokoll des Coyote Mentorings.

Wanderungen an Vikos & Voidomatis

Vikos-Schlucht vom Ochia-Punkt gesehen

Vom Ochia-Aussichtspunkt gesehen, einer Art mauerbefestigter Balkon mit angeschlossener reisebusfester Parkbucht, fällt die Vikos-Schlucht rund 900 Meter in die Tiefe… so senkrecht vor den Füßen und Augen, dass auch trittsicheren und schwindelfreien Menschen das Kribbeln die Beine in den Magen hochschießt.

Vom Ort Mononendri führt ein anfänglich unbequem gepflasterter Weg hinunter. Zu diesem Zeitpunkt möchte der Wanderer glauben, so ginge es weiter steil hinunter und am Schluchtgrund das Flüsschen gleichen Namens entlang weiter. Aber die etwa zehn Kilometer zwischen Mononendri und dem Ort Vikos haben es durchaus in sich.

Es gibt einige Passagen zu klettern, zu kraxeln, zu krabbeln, ebenso wie schmale, bröckelige, geröllige Stellen, während der Pfad sich vorwärts windend mal höher, mal tiefer, mal am Schluchtgrund verläuft. Fünf bis sieben Stunden sind dafür zu kalkulieren. Verlaufen kann man sich nur schwerlich dabei; schon gar nicht, wenn man eine Wanderkarte des gesamten Gebietes in einem der Touri-Tinnef-Läden in Mononendri erwirbt.

Weiterlesen

Stellplatzprotokoll Aristi, Griechenland

Im Epirus, am Voidomatis Fluss. Parkplatz für Wander- und Rafting-Begeisterte. Am Wochenende tagsüber viel Besucher-Betrieb.

Erde: Erde, Schotter / Wasser: Fluss / Pflanzen: Farne, Brennesseln,… / Tiere: – / Bäume: vor allem viele verwundene, verdrehte, verformte, oberirdisch verschlungen verwurzelte/ Vögel: Kuckuck,…/ Wind: – / Wetter/Regen/Wolken: sonnig, trocken, ein paar Cumulus, leichte Brise aus O, Luftfeuchtigkeit 41%, Luftdruck 1014 mbar,


Das Stellplatzprotokoll beschreibt Park- und Übernachtungsplätze und das Umfeld in knappen Worten – analog zum Sitzplatzprotokoll des Coyote Mentorings.

Stellplatzprotokoll Vikosschlucht, Griechenland

vikosschlucht

Eine Wiese am Rand der schmalen, nahezu unbefahrenen Straße zum “Vikos-Balkon” – einem Aussichtspunkt nahezu 1000 Meter hoch über der Vikos-Schlucht. Die rund zehn Kilometer haben es ins Guinness Book geschafft als tiefste/breiteste Schlucht der Welt. Man guckt also vom Aussichtspunkt Ochia am Rand der Schlucht tief-tief-tief runter und auf die Felswände rüber.

Die Wiese einige hundert Meter zuvor dient der Verköstigung von Schafen und Ziegen. Nachts herrscht die lautloseste Stille. Kein Wind, kein Rascheln, keine Bewegung. Irgendwann man mal in der Ferne ein Bellen mit hysterischem Unterton. Dann wieder gespenstische Tonlosigkeit.

Erde: Wiese / Wasser: Meer / Pflanzen: ? / Tiere: – / Bäume: ? / Vögel: – / Wind: – / Wetter/Regen/Wolken: sonnig, trocken, ein paar Cumulus.


Das Stellplatzprotokoll beschreibt Park- und Übernachtungsplätze und das Umfeld in knappen Worten – analog zum Sitzplatzprotokoll des Coyote Mentorings.

An der Steinbrücke von Kipoi

IMG_20180423_181149

Grünimog vor Steinbrücke

Es geht aufwärts. Durch die albanisch-griechische gebirgige Grenzregion haben wir nach der Panne in Albanien (hier klicken…) die Stadt Ioannina (hier klicken…)erreicht – dort gibt es Speditionen, Feuerwehr- und Militärstützpunkte, und damit aller Wahrscheinlichkeit nach jemanden, der am Unimog schrauben kann.

Wir prüfen erst mal die Befindlichkeit unseres Fahrzeuges; kommen zu dem Schluss, dass wir keine Sorgen zu haben brauchen, wenn wir nur den Hinterradantrieb nutzen. Schweres Gelände steht in Griechenland aber nicht an, also werden wir kaum den Antrieb auf der Vorderachse zuschalten müssen.

Besuch in der Unterwelt

Den Acheron haben wir ohne Besuch des Hades hinter uns gelassen, in der Unterwelt waren wir dennoch: Wir verbringen eine Nacht am See von Ioannina und besichtigen am Morgen die von unserem Standplatz fußläufig zu erreichende Perama-Höhle mit all ihren riesigen Gewölben und zahllosen Stalagmiten und Stalaktiten. Eine knappe Dreiviertelstunde spult der Guide routiniert sein Programm ab. Fotografieren verboten, deswegen keine Bilder.

Dann wenden wir die Schnauze des Unimogs in Richtung Vikosschlucht und steuern erst einmal die Ortschaft Kipoi an. Zahllose mächtige Steinbrücken säumen den Weg, und an einer solchen beziehen wir Quartier für die nächsten drei Nächte. Direkt am Fluss unterhalb des Dorfes steht unser Reisemobil; selten haben wir so romantisch gestanden – von der Asphaltstraße hinab auf einem Schotterweg… dafür reicht dem Unimog der Hinterradantrieb.

Weiterlesen