Archiv der Kategorie: Philosophie

Wie man im Klima-Kollaps blüht statt glüht – Teil V

Resilienz besteht nicht nur in physischer und mentaler Widerstandsfähigkeit, gar „Militanz“. Zur Klimakollaps-Resilienz zählt auch eine „spirituelle“ Komponente. Der Journalist Ben Sherwood hat 2009 ein Buch namens „The Survivor’s Club“ herausgebracht, in dem er eine Vielzahl von Überlebenden von Fähr-, Flugzeug-, Verkehrs- und anderen haarsträubenden Unfällen, brutalsten Gewalttaten, Krankheiten etc. interviewt und dabei versucht hat, einen gemeinsamen Nenner zu finden: Warum haben diese Menschen überlebt bzw. kamen nach den jeweiligen Geschehnissen wieder auf die Beine?

Glaube war in vielen Fällen ein wichtiger Faktor.

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Wie man im Klima-Kollaps blüht statt glüht – Teil IV

Wie wäre es, der Realität trotzig ins Gesicht zu sehen? Versuche mal das Experiment, auf nachstehende Frage so zu antworten, als ob es ein Bewerbungsgespräch wäre: Wo sehen Sie sich in vier Jahren? Antwort vielleicht: …

  • CDU/AfD-Regierung
  • gemäß dem, was Politikwissenschaftler & Militäranalytiker sagen: Putin ante portas (intensivierter hybrider oder gar voller Krieg; Sabotage von Strom-, Wasser-, Wärme-Bereitstellung, sowie (öffentlichen) Verkehrsstrukturen; Raketen-/ Drohnen-Einschläge, weil Deutschland Aufmarschgebiet und Logistik-Hub für eine Front im Osten wäre…)
  • mehr Hitze, Dürre, Trockenheit, Missernten (damit auch Lebensmittelmangel bis hin zu Hungersnöten in Europa wie weltweit), Unwetter, Stürme, Überschwemmungen…

Was wird in zehn Jahren sein? Was in 20 Jahren?

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Wie man im Klima-Kollaps blüht statt glüht – Teil III

Nach Bloom statt Doom, Pt. I und Pt. II – Was soll das alles praktisch bedeuten?

Sehr einfach: Lerne Fertigkeiten & Fähigkeiten jetzt, solange noch Zeit & Raum dafür existieren. Wie im MBSR oder Krav Maga: Lerne zu meditieren, bevor die Stress-Situation da ist – denn in der Stress-Situation hat man meist keine Kapazitäten dafür, damit anzufangen. Marc Elsbergs realistischer und fundierter Thriller „Blackout“ gibt einen guten Einblick, was man zu erwarten hat.

Lerne:

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Wie man im Klima-Kollaps blüht statt glüht – Teil II

Wer die Zeichen der Zeit nicht erkannt hat – in Hessen wird es rund um 2050 ein Klima wie jetzt in Dubai (siehe Stefan Rahmstorf https://www.pik-potsdam.de/~stefan/ ) geben – der kann erwarten, dass der bissige Kommentar eines Autoren der linken Tageszeitung taz zur Zukunft für Kinder und Kindeskinder wahr wird: Sollen sie brennen, die Bälger!

Wer jetzt sinnvoll „preppt“, kann leider auch erwarten, dass diejenigen, die das nicht tun, die den Klimawandel für abwegig halten oder lieber den Kopf in den Sand stecken und glauben, ihr 400-PS-E-SUV sei ja ökologisch genug, irgendwann vor der Tür stehen und flehentlich um Hilfe bitten…

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Wie man im Klima-Kollaps blüht statt glüht – Teil I

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen, und so hat ein weit reisender Freund erzählt, dass Jakarta im Meer versinkt. Mit eigenen Augen gesehen! Der Freund ist nicht der Grünsten einer, aber seitdem er die Mauer gesehen hat, die man vor Jakarta ins Meer gebaut hat, und auf die bei steigendem Pegel immer mal ein weiterer Meter drauf gebaut wird, ist er vom Klimawandel überzeugt.

So ist das mit dem Unterschied der Wahrnehmung von Charts & Grafiken & Tabellen und den Geschehnissen vor Ort. Denn der Freund ist sehr wissenschafts-faktenorientiert und kennt die Zahlen.

Die Hölle bricht aus

Gut in Zahlen und Wissenschaft ist auch Gaia Vince; und wer wissen möchte, was auf ihn/sie/es in den kommenden Jahren & Jahrzehnten zukommt, dem/der sei die Lektüre ihres Buches „Nomad Century. How to survive the climate upheaval“ sehr ans Herz gelegt. Danach liest man Michael T. Klare: „All hell breaking lose“ – wie sich die US-Armee auf die kommenden Klima-Kriege & -Konflikte vorbereitet. (Vielleicht „vorbereitete“: Das Buch erschien, bevor Trump zum zweiten Mal an die Macht kam.)

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You don’t escape this. You can’t avoid losing things. You can gain what’s most important.

Symbolfoto: Eisberg in der Antarktis ©ojb

Ein paar Jahre ist es her mittlerweile, da widmete sich ein britischer Professor für Nachhaltigkeit intensiv der Klimawandelforschung. Jem Bendell, so sein Name, nahm dafür ein Jahr Auszeit von seinem regulären Job. 2018 veröffentlichte er dann ein Thesenpapier, in dem seine Einschätzung der Lage zum Ausdruck brachte: Die Menschheit steht unausweichlich vor einem zeitlichen naheliegendem sozialen Kollaps, wahrscheinlich vor einer Katastrophe, womöglich vor Auslöschung. Er kritisierte in seinen Ausführungen, dass Wissenschaft wie Öffentlichkeit subtilen Verleugnungsmechanismen unterlägen – diese Realität dürfe eben nicht wahr sein. Simpel gesagt: Sie steckten den Kopf in den Sand.

Bendell meint, dass seine akademischen Kollegen die zeitnahen Folgen herunterspielten, weil Karrieren im Wissenschaftsapparat, auch und gerade im Nachhaltigkeitskontext, von Forschungsgeldern und den damit verbundenen Unternehmens-Strukturen abhingen – und dass der ganze Nachhaltigkeitsgedanke von dem Glauben dominiert sei, dass das Schlimmste sich noch verhindern lasse. Diesen Glauben an sein eigenes Fach hatte Bendell aber verloren: Wie viel Wärmepumpen, E-Autos etc. es auch immer geben werde – die Umstrukturierung zur Dekarbonisierung ginge viel zu langsam voran.

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