SĂĽdafrika IV/IV: Kalahari – Antilopen & Giraffen

Wir haben fĂĽr die erste Ăśbernachtung im Kalahari Transfontier Park die Campsite von Twee Rivieren bezogen; das ist so ein Art Sammlungspunkt fĂĽr alle weiteren Exkursionen in den KTP. Am Nachbar gegenĂĽber kann man lernen, dass auch zeitgenössische jĂĽngere SĂĽdafrikaner nicht anders sind als andere Internet-Verkorkste in der Welt: Er sitzt in seinem Toyota, hat Motor und die Klimaanlage laufen und starrt hinter der Windschutzscheibe in das Display seines Smartphones…

Man ist umgeben von Hitze und rotem Sand, alles staubig und trocken. Mit anderen Worten: fantastisch! Abends umringen ein paar deutsche Jungs alkoholträchtig und lautstark ihren Braai-Grill, aber nachts ist dann alles ruhig. Twee Rivieren ist kein place to stay, sondern nur der Ort, von dem es aus weiter in die Kalahari reingeht.

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SĂĽdafrika IV/IV: Kalahari – GroĂźkatzen & Schakale

Nachdem wir uns von den verwegenen Bikern um AnfĂĽhrer Theuns* – alles so Charlie Boorman-Typen – verabschiedet hatten, lenkten wir Nr. 5 quer ĂĽber die Salzpfanne Verneukpan in Richtung Norden. Wir kamen an nicht wenigen leer stehenden Karoo-Farmhäusern vorbei, während an den Fenstern des Land Rover Kilometer um Kilometer diese GebĂĽschpuschel vorbeizogen, die in semiariden Landschaften ĂĽberleben.

(*von dem wir Visitenkarte und eine Einladung zur Put Foot Rallye erhielten)

In Upington gehen wir einkaufen und während der rund zwei Stunden Aufenthalt kommt es uns so vor, als wären wir (endlich) an einem sĂĽdafrikanischen Ort angekommen, in dem es entspannt und freundlich zwischen Schwarz und WeiĂź zugeht; Supermarkt-Angestellte auch mal WeiĂźe sind, und obendrein es Farbige gibt, die deutsch sprechen – und nein, nie in Deutschland gewesen, alles in der Schule gelernt und dafĂĽr auĂźerordentlich gut.

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SĂĽdafrika IV/III: Camdeboo & Karoo & Verneukpan

Zur Kalahari hoch geht es einmal quer durch die Karoo, typisch semi-aride Gebiete zwischen Dornstrauchsavanne und HalbwĂĽste. SĂĽdafrikaner legen Europäern gerne die Gardenroute ans Herz, nicht nur wegen des Weines, sondern weil es da „so schön grĂĽn“ ist. Wenn drei Viertel des Landes trocken liegen, mag man das verstehen. Wenn man Schwarzwald, Spessart und Vogelsberg kennt, zieht es einen eher dahin, wo Beige-, Khaki-, Ocker-Farbtöne dominieren.

Der Camdeboo National Park bei Graaff-Reinet liegt mitten in der Karoo und ist an sich nicht einer der spektakulärsten; wäre da nicht das Valley of Desolation mit seinen imposanten Felsformationen. Die Campsite liegt ein Dutzend Kilometer entfernt. Wir erwischen einen der besten Stellplätze nahe des Ausgucks ins weite Land und verlegen das Abendessen auf diesen hinauf.

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SĂĽdafrika IV/II: Addo Elephant Park & Colchester

Was ein Touristenrummel! Im bekannten und beliebten Addo Elephant Park werden die Besucher in Bussen herangekarrt, und die Campsite ist eng und gerammelt voll. Das war nicht unbedingt anders zu erwarten: Der Park liegt nahe der Garden Route, bietet UnterkĂĽnfte wie die Erreichbarkeit per Tagestour aus Port Elizabeth/Gqeberha, sowie natĂĽrlich Elefanten-Garantie.

Da unsere weitere Reiseplanung durch die Karoo gen Kalahari aber wenig Elefanten-Sichtungen annehmen lässt, muss der Addo Elephant Park sein. Das Drumherum nehmen wir notgedrungen in Kauf: etwa ein einsames Wasserloch, mitternächtliches Nachbar-TV, laufende Dieselgeneratoren.

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SĂĽdafrika IV/I: Swartberg & Baviaanskloof

Vor die Fahrt in die große Weite hat die Lufthansa zwölf quälende Stunden in einem sehr engen Flugzeug gesetzt, bei schlechtem Service und vielen nächtlich schreienden Kindern rundherum. Dabei könnte ein Nachtflug in die beinahe gleiche Zeitzone so geruhsam sein.

Nach Ankunft holen wir Nr. 5 bei Mette’s Auto-Electrical in Stellenbosch ab, wie gewohnt zuverlässig vorbereitet fĂĽr die Tour. AusrĂĽstung checken, einkaufen – am 4. Februar geht’s los via Route 62 gen Swartberg Mountains. In Barrydale natĂĽrlich Kaffee-Stopp beim bekannten „Diesel & Creme„, wo wir sogar mit einem veganen Wrap und einem veganen Burger versorgt werden (-> Menue).

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Mikroabenteuer VI: Ranger und Bitibulli im „Bösen Wolf“

VW T5 Bus im Offroad-Gelände „Böser Wolf“.

Noch Sommer, bald Herbst. Beates VW Bulli mit Offroad-Fähigkeiten bereichert unseren kleinen Fuhrpark an Zweisitzern seit einiger Zeit – und da will man natĂĽrlich wissen, wie der T5 namens „Rocky“ (weil er einem T5 Rockton gleicht, ohne formell einer zu sein) seine grobstolligen GummifĂĽĂźe auf den Grund bringt. Bislang war der Bitibulli (ein anderer Spitzname, der mit der Verballhornung des Vornamens meiner Gattin durch israelische MĂĽnder zusammenhängt) ja nur auf Asphalt und Feld- & Waldwegen in Nordost- und SĂĽddeutschland unterwegs (-> Bodensee: Penisautos & Roboziegen) und konnte nicht wirklich zeigen, was in ihm steckt.

Da der Ford Ranger mit Wohnkabine nach wie vor Teil unseres Fahrzeug-Portfolios ist, haben wir einen Vergleichstest ersonnen: In rund 100 Kilometern Entfernung unseres Heimatortes liegt nahe des hessischen Alsfeldes das Offroad-Gelände des „Bösen Wolfs“. Der Name bezieht sich auf ein BrĂĽder-Grimm-Märchen – denn die Gegend ist auch als Rotkäppchenland bekannt. Und der Besitzer eines umgepflĂĽgten Tagebaugebietes stellt dieses am Wochenende allen – gegen ein Entgelt – zu VerfĂĽgung, die ihre 4×4-Fahrzeuge zwischen Trail-Buggy und Reise-Lkw in Schwierigkeitsgraden zwischen leicht und sehr schwer ausprobieren wollen (und ihre Fähigkeiten, das Fahrzeug zu bewegen).

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