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Namibia III/XIV: Okonjima & Windhoek

Ausblick auf Okonjima

In der sommerlichen Regenzeit des südlichen Afrikas kommen immer wieder ordentliche Wassermassen vom Himmel herunter, und so quert man auf den Pisten Etoschas häufig ordentlich große Pfützen. Dabei spritzt ein grau-weißlicher, zäh-klebriger Schlamm hoch, der dem Fahrzeug einen neuen Anstrich verleiht.

Dumm auch, dass das vordere Nummernschild dadurch komplett unleserlich wird – und dieser Umstand bringt uns auf dem Weg von Namutoni aus Etoscha heraus nach Okonjima zwei Polizeikontrollen ein. Wobei erst die zweite die Anweisung gibt, das Schild zu putzen.

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Wiederholungstaten in Okonjima und Okambara

Sonnenuntergang in Okonjima
Sonnenuntergang in Okonjima

Von den San in Omanduba (Geländerennen und Bushman-Tour) zu den Raub-Katzen und Bushmen-Guides in Okonjima – es heißt Kurs halten nach Norden und Osten, und damit beginnt sich der Kreis unseres Rundkurses zu schließen. Im Januar hatten wir schon den privaten Naturpark von 24 Kilometer Nord-Süd und 20 Kilometer Ost-West-Ausdehnung besucht… und uns dort sowohl die Arbeit der dort angesiedelten Africat Foundation zeigen lassen, einen Gamedrive zu den Leoparden unternommen (siehe -> Okonjima: Auf der Suche nach Saskia) und waren auf Bushmen-Tour mit zwei Guides (siehe -> Bushmen – ein primitives Volk?) durch den Busch gewandert…

Vom Einfahrtsgatter an der B1 aus fährt man durch zwei weitere gesicherte Tore, um nach rund 20 Kilometern Pistenfahrt das Plains Camp zu erreichen (weitere Details zu Okonjima siehe -> Okonjima: Auf der Suche nach Saskia). Anfang des Jahres waren wir auf Nr. 4 der Campsites untergekommen („Chimelo“) – und hatten darob auf einen Abend in dem eindrucksvollen Speisesaal des Plains Camp verzichten müssen: Denn „Chimelo“ liegt fünf Kilometer entfernt, und wenn der Toyota-Pickup mit aufgebautem Dachzelt und ausgefahrener Leiter erst einmal steht, baut man nicht wieder alles ab und packt es zusammen.

Laufen könnte man – aber nachts den Rückweg nach dem eventuellen Genuß von Bier, Wein und/oder Gin Tonic antreten? Muss nicht sein. Daher waren wir diesmal entschlossen, Okonjima zum Abschluss der Reise nur von seiner luxuriösen Seite her wahrzunehmen – im Plains Camp zu dinieren und in einem der – relativ günstigen – Zimmer der „Garden Rooms“ zu nächtigen. Zwei Edel-Unterkünfte – Fish River Lodge und Okonjima – auf einer Tour, bei der überwiegend im Dachzelt geschlafen wird, dürfen sein.

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Okonjima: Auf der Suche nach Saskia

Leopard in Okonjima
Leopard in Okonjima

Sind Frauen so? Saskia jedenfalls lässt sich lange bitten; wir sind ihr stundenlang hinterher gefahren, haben gelauscht, geschaut, keine Spur. Ihretwegen haben wir Bäume gestreift und Büsche umgefahren, dass das Holz nur so krachte – aber nur das Knistern im Funkempfänger verriet, dass sie nahe sein könnte.

Unser Fahrer schwenkt eine Art postmoderne Wünschelrute immer wieder in die Luft, und meint schließlich, dass die Dame weniger als hundert Meter entfernt sein müsse. Was ziert sich Saskia nur so?

Leopardin Saskia auf der Jagd
Leopardin Saskia auf der Jagd

Und dann sehen wir sie, wie sie träge blinzelnd an einem Baum liegt – und sich von dem massigen Touristen-Toyota mit rund zehn Sitzplätzen nicht im mindesten stören lässt. Nicht aussteigen, warnt Aaron, unser Guide: Solange wir im Auto sind, hält uns die Leopardin für zu große Tiere. Passt nicht ins Beuteschema – aber ein einzelner Mensch auf zwei Beinen ist nicht viel mehr als eine kleine Antilope.

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