Dass die Rose dir ein Beispiel gebe

Allrad-Lkws und Land Rover Defender

Unser kleiner Konvoi – zwei 4×4 Lkw und ein Land Rover Defender 90

Zurück von unserer Marokko-Tour vom 6.-28. April; eine besondere Herausforderung, die wir mit der Zähigkeit von  (Ex-)Triathleten gut zu überstehen wussten: Mehr als zwei Tage jeweils Hin- und Rückfahrt mit der Fähre, dann ging es in Tanger Med los – über Chefchaouen, Fes, Modelt, Imilchil in die Sahara-Ausläufer bei Zagora und über den Atlas zurück nach Marrakesch und schließlich wieder zum Fährhafen Tanger Med.

Dazwischen kalte Nächte und heiße Tage, Mensch und Material zermürbende Stein- & Schotterpisten, Sanddünen, gelegentliche Steinwürfe nach uns, Schlauchabriss und Ölverlust, Dünenspiele, Sonnenstich, Übelkeit, Erbrechen, Erkältung, Fieber, auf einer Etappe der Libya-Rallye (2014 Morocco Edition) gelandet und „get lost“ im Labyrinth der Souks und immer, immer ein Anleger-Bier nach Ankunft am Etappenziel. Ehefrau und Mitreisende Beate hat dazu ein Video aus ihren Fotos und Filmen zusammengeschnitten:

Wem es zu lange dauert, die 17-minütige Video-Zusammenfassung anzusehen, dem sei eine kleine Bildergalerie empfohlen…

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Vorbereitungen für Marokko-Tour

In rund zwei Wochen geht es endlich nach Marokko. Nach unserer Offroad-Tour nach Andalusien im vergangenen Jahr nun das Übersetzen auf den afrikanischen Kontinent!

Der Landy hat nunmehr den Ersatzreifen auf der Motorhaube, die Motorhaube ist gedämpft, Hohlräume versiegelt, und der Defender besitzt einen Überrollbügel. Worum es geht, vermittelt ein Zitat im Zitat:

Reisen muss ein Abenteuer sein. “Worauf es ankommt”, schrieb Robert Louis Stevenson in Reise mit dem Esel durch die Cevennen, “ist in Bewegung zu sein, die Notwendigkeiten und die Hindernisse unserer Existenz unmittelbarer zu spüren, dieses bequeme Federbett der Zivilisation zu verlassen und festzustellen, dass der Boden unter den Füßen aus Granit besteht und mit scharfen Kieseln bestreut ist.” Die Stolpersteine sind lebensnotwendig. Sie halten die Adrenalinpumpe in Gang.

Bruce Chatwin: Der Traum des Ruhelosen, S. 131

Diesmal sind wir aber nicht zu Fuß unterwegs, wie im israelischen Negev oder im Oman. Simplizität mit einem Offroader ist relativ und hat ihren Preis. Was nicht nur bedeutet, einen Schrauberkurs absolviert, ein paar Aufkleber beschafft und das Fahrzeug damit beklebt zu haben, sondern auch ein paar kostenträchtige Ersatzteile und Werkzeuge samt billigen Bundeswehr-Kisten, um all das zu verstauen, erworben zu haben:

Bundeswehr-Staukisten und Sandbleche, Stempel-Wagenheber und Air Jack, Ladeluftschläuche und Bremsbeläge, Wasserpumpe und diverse Filter, Kupplungs-Geber und Nehmerzylinder, Kompressor und Luftdruckprüfer m. Ablassventil, Flachriemen und Schlagschlüssel, CB-Handfunkgerät m. Außen-Antenne, und PMR-Walkie Talkies, Tomtom Marokko und Terrain-Straßenkarte. U.a.m.

Vor die Ankunft in Tanger hat das Schicksal eine dreitägige Anreise gesetzt. Einen Tag  auf der Autobahn nach Genua, dann zwei Tage auf der Fähre.

SUP auf dem Main

SUP auf dem Main

Im brüderlichen Ironblog, das sich Triathlon, Marathon und anderen Herausforderungen widmet, berichten wir – samt Bildergalerie – über unsere erste Ausflugsfahrt mit SUP’s auf dem Main. Dazu alles nach Klick auf diesen Link: Stand-up Paddling auf dem Main…

Offroad- & Outdoor-Trip: 4×4 Andalucia!

Eine Herausforderung der anderen Art: Zwei Tage Hin- und zwei Tage Rückfahrt im Land Rover 90 Defender Softtop – insgesamt fünfeinhalbtausend Kilometer im Lärm des Motors, der grobstolligen Reifen und der im Fahrtwind schlagenden Plane, um nach Andalusien zu fahren.

Dort gibt es die einzige Wüste Festlandseuropas – die Desierto de Tabernas, die viele (Ältere) aus diversen (Spaghetti- und Winnetou-)Western kennen. Außerdem die Sierras (wie die Sierra Nevada), also ein fantastisches Ambiente für Spielzeuge wie den Landy. Wir haben zwei Wochen in der Gegend zugebracht, zwischen Küste und Bergen, zwischen Meer und Wüste..

Schuhe fürs amphibische Leben

Fivefingers-Barfusschuhe

„Fivefingers“ nach Lauf über regennasse Feldwege.

Für ein Leben zwischen Land und Wasser braucht es entsprechende Schuhe. Wanderstiefel sind eine Sache, Gummistiefel eine andere, Beide schließen aber vor den Elementen „Wasser“ und „Erde“ ab – das ist ihr Sinn und Zweck. Wenn man die Elemente bewusst erfahren will, braucht es Schuhe, die zarten Städter-Füßen Schutz gewähren, aber auch Kontakt ermöglichen.

„Fivefingers Flow“ etwa – also die Vibram-Sohle kombiniert mit Neopren sind ideal dafür*. Ob beim Gehen oder Rennen, Klettern oder Krabbeln, beim Paddeln, beim Schwimmen (in kaltem Gewässer).

Das Einfädeln der Füße ist immer etwas langwierig, zumindest bei mir, der ich sehr eng beieinander liegende Zehen habe. Aber es lohnt sich. Wenn wir die Welt sinnlich erfahren wollen, wenn der Weg das Ziel ist, dann fängt der Kontakt zu Welt und Weg mit dem Stehen und Gehen an. Wie könnte dieser Kontakt zustandekommen, wenn die Füße immer nur in feste Hüllen eingeschlossen sind?

* Update August 2014: Von anderen Herstellern gibt es ähnliche und geeignete Modelle mittlerweile.