Das Leben eines Tankwarts

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Matratze, Decken gegen die Kälte, Tee

Der Diesel- (22 Liter/100 km) und Ölhunger (5 Liter/1000 km) unseres Fahrzeugs zwingt uns bei Azilal (Moulay Aissa Ben Driss) zum Nachladen – und so sehen wir den Arbeits- und Schlafplatz eines marokkanischen Tankwarts. Weiterlesen

Khemisset – Rommani – Azilal

Zum Fernreise- und Fahrseminar von Eine Welt Reisen gehört auch Theoriearbeit – d.h. für den heutigen Tag, dass wir während die Mittagsrast in Khemisset unser dickes Ringbuch auspacken und einen Vortrag über wie Reisevorbereitung und Streckenplanung, Vegetationszonen und Klima, Fahrzeugvorbereitung und Ausrüstung, Umgang mit Land und Leuten, sowie mit schwierigen oder gar gefährlichen Situationen in Gebieten fern der Heimat und den dortigen Gepflogenheiten etc. hören und darüber diskutieren. Bzw. eigene Erfahrungen einbringen.

Schließlich ist das Fernreise-Seminar für alle Teilnehmer nicht nur eine Test-Tour ihrer Fahrzeuge im derzeitigen Aus- oder Umbauzustand, sondern auch eine Vorbereitung auf größere und längere Touren in entferntere Regionen.

Abends dann stellen wir unsere kleine Wagenburg irgendwo im Freien bei Azilal auf – schließlich wollen wir die meiste Zeit frei campen und nicht auf Campingplätzen nächtigen. Prompt bringen uns Leute aus dem nahen Dorf Brot und Tee – am nächsten Morgen zum Frühstück gegen ein kleines Entgelt gleichermaßen.

Shit happens – die erste Panne

Die erste Panne - am Führungsfahrzeug

Die erste Panne – am Führungsfahrzeug.

Im Hafen von Tanger Med gibt es das übliche Einreise- und Zollgezeter. Erfahrene Marokko-Fahrer wissen indes zu berichten, dass das heutzutage flott und einfach gegenüber früheren Zeiten über die orientalische Bühne geht. Am besten auf Gelassenheit umschalten, und alles passieren zu lassen. Man kann das einfach als Schauspiel wahrnehmen.

Einkaufen in Tetouan, erste Übernachtung auf einem Campingplatz in Chefchaouen. Wir nehmen an einem Fernreise- & Fahrtraining von EineWeltReisen teil; d.h. es geht nicht um Sightseeing, sondern um das Testen und Erproben von Mensch und Material unter Echtzeit-Bedingungen. Mit anderen Worten: Eigentlich sind wir für jede Panne dankbar, denn sie lässt uns die Bedingungen einer Fernreise jenseits von Asphaltstraßen und nach europäischen Maßstäben geregelten Verhältnissen erfahren.

Wir lernen unser Fahrzeug unter widrigen Bedingungen kennen, und uns selbst als einzelne Personen sowie als Team auch. So ist die ganze Reise als Belastungstest gedacht, um im Anschluss Rückschlüsse zu ziehen: Was muss am Material und was muss am Mensch (kommunikativ, mental, physisch) verbessert werden?

Die erste Panne kommt indes unerwartet früh. Das Führungsfahrzeug, ein IFA L60 Gelände-Lkw, baut keinen Luftdruck mehr auf – was sich ungemein negativ aufs Bremsen auswirkt. Wir fahren rechts ran – eigentlich noch auf einer Transfer-Passage in unser erstes Ziel- und Übungsgebiet und stehen irgendwo in der Nähe von Meknes in der marokkanischen Pampa. Weiterlesen

Festung Europa ade!

Tanger Med

Ankunft in Tanger

Zweieinhalb Tage auf der Fähre bringen uns aus der Festung Europa in das Land, von dem aus ein Strom von Flüchtlingen aus Afrika versucht, das gelobte Land Europa unter Lebensgefahr zu erreichen.

Wir fahren in die andere Richtung; mit an Bord unzählige marokkanische Händler, die mit ihren altersschwachen Transportern und Sprintern den abgelegten Konsummüll der Wohlstandsnationen auf dem Kontinent zur weiteren Verwertung in ihr Heimatland bringen – die Autos oft grotesk bepackt und beladen mit jeglichem Flohmarktgerümpel. In Marokko findet es in den Dörfern und Städtchen noch interessierte Abnehmer.

Das gilt auch für Fahrzeuge: Wer 123er Mercedes, Renault R4 und Peugeot 208 oder auch 504 etc. in rauen Mengen live erleben will, sollte mal in Marokko vorbeischauen.

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Zwei Tage beim 35. „Willy“

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Die Welt der Fernreisen ist noch neu für uns. Wir waren einmal mit unserem Land Rover in Andalusien und einmal mit ihm in Marokko. Da wir ohnehin zu einer weiteren Testfahrt auf Schwachstellen und mögliche Änderungen mit dem kürzlich erworbenen Unimog aufbrechen wollte, erschien uns der Besuch des Willy-Janssen-Treffens im nicht so fernen Bad Kreuznach genau richtig.

Das Willy-Janssen-Treffen (alle Infos dazu dort nachlesen) ist legendär und wurde heuer im 35. Jahr auf dem riesigen Gelände des Freizeitparks Kuhberg in Rheinland-Pfalz veranstaltet. Und riesig war auch die Anzahl der Fernreisemobile, überwiegend Lkw’s, die versammelt standen. Unser Unimog hat darunter keine schlechte Figur gemacht, stellten wir fest, und wusste auch Interesse zu erzeugen.

So ein Treffen geht natürlich mit viel gemütlichem Beisammensein und genussvoller Plauderei über eigene Erlebnisse einher, mit Tipps & Tricks, und der Möglichkeit, ein paar gebrauchte Ausrüstungsgegenstände an andere Reisende loszuwerden. Interessante Vorträge etwa zum Reisen im Iran und auf der Panamericana, sowie zur Offroad-Navigation gab es auch – und sie verfehlten nicht ihren Zweck, uns positiv zu motivieren. Weiterlesen