Coyote Mentoring: Säugetiere & Spuren

Mäusebussard in der Fasanerie Falknerei

Nach Stunden theoretischen Lernens  und praktischen Übens (im strömenden Regen) verriet uns unser Wildnispädagogik-Lehrer und –Mentor Axel Trapp dann, dass die Kunst des Trackings nicht nur darin bestehe, gute Fragen zu stellen, sondern auch darin, zu akzeptieren, dass nicht alle Fragen beantwortet werden könnten.

Willkommen zum vorletzten Wochenendmodul der Wildnispädagogik. Willkommen auch im nunmehr vertrauten Umfeld am Hoherodskopf im Vogelsberg, rund um die Jugendherberge. Willkommen zu Themen wie “Säugetiere”, “Spuren lesen” oder auch “Glutbrennen” (was wegen Regens ins Wasser fiel – mit Glut Gefäße oder ähnliches brennen geht eben nur, wenn das Feuer eine Chance hat).

Mikado-Spiel zum Messen

Spuren zu lesen geht über Fährten (also Trittsiegel von Tieren) zu suchen, hinaus. Spuren sind an Bäumen zu finden, etwa Fraß und Scheuerstellen, Haarbüschel und Fellreste, man findet Spuren in abgeknickten Zweigen und auf dem Boden in Form von Losung. Um Spuren aller Art zu lesen, braucht man eine wache Aufmerksamkeit und geschulte Sinne, um Trittsiegel einschätzen zu können, eine kleine Ausrüstung: u.a. Zollstock, durchsichtiges Lineal, ein Mikado-Spiel.

Damit misst man ein gefundenes Trittsiegel. Zuvor muss man es natürlich finden, und ungefähr erkennen, um was es sich da eventuell handeln mag: Sohlengänger wie Bären, Dachse oder Igel (kurze Beine, mäßiges Tempo), Zehengänger wie Hunde und Katzen, sowie Zehenspitzengänger wie Reh, Hirsch, Wildschwein.

Dazu hatte ich ja schon auf meinen früheren Coyote-Exkursionen etwas gelernt, und so hielt ich ausschah nach „Pfote“? „Schale“? „Huf“? Danach wird es etwas krickelig – es geht um das Messen des Abdrucks in Länge und Breite, Schrittlängen und Spurbreiten, Spurgruppen- und Zwischengruppenlängen, sowie die Gangarten Schritt und Trab samt ihren eventuell gegebenen Eigenschaften wie zurückbleiben, Fuß in Fuß oder übereilend.

Und das wiederum in Relation zum vermuteten Tier – dass ein hetzender Hund sich grundsätzlich anders bewegt wie hoppelnder Hase dürfte auch dem Laien klar sein. Wer ging wann warum wohin? – das lässt sich durchaus mit einer einigermaßen deutlichen Fährte, den genannten Hilfsmitteln, logischem Denken und viel, viel Erfahrung schließen. In der Kombination von all dem kann man etwa herausfinden, dass ein mittelgroßer Hund in schnellem Tempo entlang gekommen sein muss. Und manchmal können eben nicht alle Fragen beantwortet werden.

Ökologie des Spurenlesens

Wir widmen uns dem Coyote Mentoring, also interessiert uns nicht nur die Fährte als solche, sondern auch, in welchem Umfeld und Kontext sie entstanden ist. Wie steht sie im Verhältnis zur Umgebung? Was wissen wir über die Umgebung – ihre Auswirkung auf das Tier bzw. die Auswirkungen, die dieses Tier auf die Umgebung hat?

Daher fertigen wir Journale mit Skizzen an: Karte der Umgebung, Szene der Fährte, Trittsiegel als solches und die Rahmen-Parameter wie Wind, Wetter, Temperatur, Sonnen-/Mond-Stand, Boden, Wasser, andere Fauna und Flora. Das alles gehört zur Ökologie der Fährte. Das Tier, das sie hinterlassen hat, war ganz gewiss nicht zufällig da.

Krav Maga+MBSR+Coyote Teaching = Sea-Air-Land-Camp 2.0?

Da wir zu Coyote Mentoren ausgebildet werden, durfte natürlich die Organisation Gruppen aus kleinen oder großen Erwachsenen entlang des Acht-Schilde-Modells nicht fehlen – schließlich sollen und wollen wir unser Wissen weitergeben, zumindest die vielen Kindergärtnerinnen und Erzieherinnen in unserer Gruppe; denn ein Motto der Wurzeltrapp Wildnisschule lautet: Gebt den Kindern die Natur zurück!

Ob Beate und ich ein entsprechendes Angebot für Erwachsene, Teens und Kids unserer Krav Maga-Schule ausarbeiten werden, wird sich zeigen – aber eine Neuauflage des schon einmal von uns veranstalteten „Sea-Air-Land“-Camps in Lanzarote unter wildnispädagogischen Aspekten können wir uns gut vorstellen. Schon damals ging es ja ums Archaische…

Archaisch auch das Herstellen von Schalen, Gefäßen oder Löffeln mit Hilfe von Glut, das Kochen mit heißen Steinen, das Backen von Brotfladen in Glut bzw. Asche (hatte ich schon mal bei meinem Survivalkurs vor 30 Jahren bei Volker Lapp gelernt; und hatten wir in der marokkanischen Wüste erlebt) und das Lehm-Garen in der Glut. Sollten wir praktisch machen, blieb aber eine Theorie-Lektion – im Regen nicht möglich, aber zuhause nachvollziehbar; mehr dazu demnächst.

Zwar lautete das Thema für unsere Steckbriefe dieses Mal „Säugetiere“, aber wir sind und bleiben vom Greifvogel-Thema infiziert… und daher nutzten wir den Feiertag am 31. Oktober, um im Wildpark Fasanerie in Hanau-Klein-Auheim uns die letzte Flugshow der Falknerei in diesem Jahr anzusehen (siehe Bild oben), und bei Marion Ebels abendlichem Wolfsspaziergang dabei zu sein. Und um das Thema „Säugetiere“ doch noch präsent zu haben, schauten wir uns außer den Wölfen auch Luchse, Wildschweine und Damwild an…

 

 

Abenteuer im Norden

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Beim Bogenschiessen im Bushcraft-Camp

Eigentlich wollten wir ja – wie im vergangenen Jahr – zu dem angenehm entspannten und unspektakulären Globetrottertreffen von Klaus Därr bei den Bayern-Kamelen unweit Münchens (siehe auch Beitrag “Körper-Kontakt mit Kamelen”). Dann trieb es uns jedoch in die entgegengesetzte Richtung – nach Norden, zur “Adventure Northside”-Messe in der Nähe Hamburgs auf Gut Basthorst.

Die Messe und das dazugehörige Programm bewegen sich rund um die Pfeiler “Offroad”-(Reisen), “Bushcraft”, “Survival”, “Outdoor” und “Jagd”. Eine bunte Mischung dieser Themen fanden wir in einer im Vergleich zur “Abenteuer & Allrad” mittelgroßen Veranstaltung, die in die weitläufigen Anlagen des 800 Jahre alten Gutes Basthorst eingebettet war.

Offroad, Outdoor, Primitive Skills

Dort fanden sich von Lkw-Kabinenbauern, Absetzkabinenkabinenbauer für Pick-Ups über Land Rover- und Toyota-Spezialisten, Reise-Anbietern bis hin großen und kleinen Ständen zu großen und kleinen Ausrüstungsbestandteilen eigentlich alles, was irgendwie mit “draußen” unterwegs zu sein zu tun hat. Eigentlich eine Entdeckung: Nicht so riesig wie die Abenteuer & Allrad, nicht so reduziert wie die Därrs Globetrottertreffen oder die ganz und gar eigenbrötlerische Offroad Hoch2.

Egal ob auf vier Rädern oder zwei Füßen: Im Bushcraft-Camp wurden Outdoor- und Survival- wie Primitive Skills gelehrt – etwa von “Bushcraft North” oder der Waldläufer-Akademie u.a.m. Bei letzteren habe ich mir Anregungen für mein Abschlussprojekt der Wildnispädagogik-Ausbildung, eine Speerschleuder zu bauen, geholt – sie hatten einige schöne Exemplare zur Hand, inklusive diverser Speer-Modelle. Und viele, viele andere spannende Hand-Arbeiten…

Beate widmete sich derweil auf dem Stand nebenan dem Bogenschiessen (siehe Bilder)  – und würde wohl eine neue Leidenschaft entwickeln, wenn sie nicht bereits so viele andere hätte. Zuvor hatte sie bereits mit großer Begeisterung bei einem anderen Bushcraft-Spezi eine Fettlampe gebaut, die jetzt daheim bei uns des Erst-Einsatzes harrt.

Abgesehen davon riss sie einem harmlos daherschlendernden Messe-Besucher fast dessen Loden-Anorak “Haudegen” vom Leib – und erwarb ein kleines Beil und ein kleines Mora-Schnitzmesser, sowie eine Schaffell-Schurwolle-Jacke mit Kapuze. Nachdem wir in unserer Triathlon-Phase uns in allerhand Plastik-Plünnen (überwiegend von Skinfit) gehüllt haben, ist nunmehr der komplette Natur-Wahnsinn ausgebrochen (bei mir etwa Hubertus-Lodenkotze oder 66-North-Jacke).

Bushcraft und “Remote Medicine”

Ganz offensichtlich, was uns im Coyote Mind Habitus an der Adventure North am meisten dazu bewegte, gen Norden denn gen Süden zu fahren (und dabei rund 100 Kilometer mehr an Strecke in Kauf zu nehmen): Als Wildnispädagogen (wobei es uns nicht so sehr auf Pädagogische ankommt) zog uns besonders der Bushcraft- und Survival Skills-Bereich in seinen Bann.

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Krav Maga-Workshop beim Fernreisemobiltreffen

Grünimog (r.) mit Amphibiums-Flagge und Krav Maga Frankfurt-Transparent


Die Welt ist ein besserer Ort als man glaubt. Und vor Ort sieht es häufig anders aus als im Fernsehen. Von dieser Erfahrung berichten Fernreisende und Globetrotter durchgängig. Weltenbummler wissen viel davon zu erzählen, wie freundlich und hilfsbereit gerade die Menschen in den armen Regionen der Welt sind, wie sehr diese Menschen bereit sind, ihr wenig Hab und Gut zu teilen.

Und dass Habgier, Neid, Missgunst und Kriminalität eher in den Städten bzw. in wohlhabenderem Umfeld entstehen.

Wer in die Ferne reist und von Ort zu Ort zieht, setzt sich freilich dem Risiko des Nomaden aus – er ist mehr oder weniger alleine und dem ausgeliefert, was um ihn herum geschieht. Nomaden wiederum sind seit alters her in den Augen von Städtern bez. fest Angesiedelten eine Gefahr gewesen – Landstreicher sieht der Ortsgebundene in den frei vagbundierenden Menschen. Fernreisende freilich kommen nicht auf einen Raubzug vorbei (wie manche Beduinenstämme früher im Nahen Osten), sondern sind freundlich, friedlich und neugierig, wollen Land und Leute kennenlernen.

Wenn die Situation entgleitet

Kein Wunder also, dass Fernreisende ganz überwiegend von fantastischen Begegnungen mit freundlichen Menschen in aller Welt berichten, und dass Problemsituationen nur sehr selten auftauchen. Aber sie existieren, und aus einem kommunikativen Missverständnis kann sich schnell eine unheilvolle Dynamik entwicklen, die in eine gewalttätige Situation entgleitet.

In manchen Regionen der Welt reicht es schon aus, bei der Durchfahrt durch ein entlegenes Bergdorf ein Nutztier wie ein Huhn mit dem Geländewagen zu überfahren. Schlimmer noch: Nicht selten rennen oder werfen sich Kinder vors Fahrzeug, um zu betteln.

Krav Maga-Workshop beim Fernreisemobiltreffen

Vor diesem Hintergrund haben wir einen zweistündigen Krav Maga-Workshop auf Willy’s Fernreisemobiltreffen abgehalten. Rund 600 Fahrzeuge mit ihren Besatzungen kamen dazu in Enkirch an der Mosel zusammen – eine Art riesiges Familientreffen mit modernen wie altertümlichen und sehr eigenwilligen Weltreisemobilen; das größte seiner Art in Deutschland. Rund 50 Leute machten mit, auch wenn die Zahl sich mit der Zeit ausdünnte…

Selbstverständlich betonten wir, dass erst alle Mittel und Möglichkeiten der Kommunikation und Deeskalation ausgeschöpft sein müssen, bevor man zur physischen Selbstverteidigung greift – gleichwohl wie eine unmittelbar gegebene ernsthafte Bedrohung bzw. Gefährdung von Leib und Leben. Dies gilt immer und überall, aber umso mehr, als eine Überreaktion dazu führen kann, sich im Knast eines Landes für längere Zeit aufzuhalten, dessen Gefängnis-Standards mit denen der Bundesrepublik Deutschland nicht zu vergleich sind.
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Coyote Mentoring: Bäume und acht Schilde

IMG_20170910_151153.jpgDas Leben ist ein Kreislauf, alles kommt und geht – alles um uns herum, und schließlich auch wir selbst sind diesem System unterworfen. Diese Erkenntnis reflektiert das 8-Schilde-Modell, das uns den natürlichen Kreis-Lauf als Lebens-Modell im Laufe der Sonne entlang der Himmelsrichtungen spiegelt.

Im makrokosmischen Bereich bezieht sich das auf den Lebens-Lauf von Geburt bis Tod, im mikrokosmischen Bereich als Handlungsanleitung für Unternehmungen und Veranstaltungen. Im Osten geht die Sonne auf, es ist die Zeit des Frühlings, der Geburt und des Vertrauens, den ohne dieses wäre das Neugeborene schutzlos. Im Süden steht die Sonne in ihrem Zenit, die Zeit des Sommers, der Jugend und der Erfahrung(en), die gesammelt werden (müssen).

Philosophie des Wildniswissens

Im Westen geht die Sonne unter, es ist die Zeit des Herbstes und des Erwachsen-Seins, in der man (meist) Verantwortung trägt und akzeptiert. Und im Norden ist die Zeit des Winters, der Nacht, des (bevorstehenden) Todes – und der Weisheit, diesen Kreis-Lauf anzunehmen.

Wo man solcherlei erfährt? In der Wildnispädagogik, dem Coyote Mentoring natürlich. Und man tut gut daran, das 8-Schilde-Modell nicht nur als hübsche, gefällige Symbolik zu sehen – sondern als Leitlinie ernst zu nehmen und mit tiefem Leben zu erfüllen. Acht Qualitäten gehören dazu, acht Phasen auf dem Wege von Anfang zum Ende – dazu womöglich ein andermal mehr.

Beziehung zu Bäumen

Unser Hauptthema aber beim vierten Modul der Wildnispädagogik der Wurzeltrapp Wildnisschule in Zusammenarbeit mit der Kreisvolkshochschule Offenbach war: Bäume! … Nein, wir haben keine Bäume umarmt.

Obwohl man Bäume umarmen sollte, denn Bäume sind von alters her die besten Freunde der Menschen. In unserer Danksagung widmen wir einen ganzen Passus dem stehenden Volk – mit dem wir in einer innigen wechselseitigen Verbindung stehen: Sie atmen ein, was wir ausatmen und geben uns dafür zurück, was wir einatmen.

Wir könnten ohne einander nicht sein.

Bäume sind Helfer

Bäume haben Menschen sowohl Wärme wie Schatten gespendet, haben Material für Unterschlupf, Feuer, Werkzeuge und Waffen geliefert; ebenso Nahrung, Medizin, Schutz vor Regen und Wind. Und uns Freude gespendet beim Wandern im frischen Wald. Und sie beherbergen weitere Freunde und Helfer – Vögel und andere Tiere.

Das vierte Modul beschäftigte sich einmal mehr im Sinne des Coyote Mentoring mit der Materie: Nicht im Sinne von stumpfsinnigen Merkmalen, wie welcher Baum aussieht, welchen Stamm, welche Blätter, welche Blüten er hat… sondern eher mit dem Anwenden eines Schemas, einer systematischen Vorgehensweise, wie man Bäume unterscheiden kann. Die wir auch gleich bei einer Feld-Exkursion ausprobierten.

Auf dem Weg zum Bäume-Flüsterer

Damit einher geht keineswegs eine Art Forstwirtschaftslehre. Sondern eine Herangehensweise nach dem Motto: “Wie haben meine Ahnen die Baumleute genutzt?” Weiterlesen

Bremsprobleme vor Barcelona

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Habibi und Maccabi auf den Ramblas in Barcelona

Eine Kontrolleuchte im Armaturenbrett flammt rot auf – und da fährt einem wieder einmal das ungute Gefühl durch die Glieder: Zu wenig (Luft-) Druck auf der Bremse, besagt sie, und das beim Abwärtsfahren mitten in der Stadt. Uns fährt ein Adrenalin-Stoß durch den Körper.

La Seu d’Urgell heißt der Ort, und wir fahren durch einen Kreisel in eine Seitenstraße und prüfen das Phänomen, landen wenige hundert Meter auf der Suche nach einer besseren Stelle direkt vor der örtlichen Polizei – wo man nicht parken, nicht wenden darf. Ein freundlicher Gesetzeshüter hat aber ein Einsehen, dass es sich um eine Panne handelt.

Mal wieder die Bremsflüssigkeit

Ein bisschen Bremsflüssigkeit ist aus dem größeren der beiden Behälter gesuppt, die rote Warnleuchte wieder erloschen, der Luftdruck wieder ok. Alles bestens also? Ich telefoniere mit unserem heimischen Unimog-Spezialisten, den die ausgetretene Bremsflüssigkeit bedenklich stimmt.

Zigmal sind wir in den vergangenen Tagen und Wochen endlose Bergserpentinen herauf- und herabgekurbelt – und ausgerechnet jetzt, während einer relativ leichten und lockeren Passage gibt es Schwierigkeiten mit den Bremsen? Weil ich kurz zuvor ein paar Kurven – testweise! – scharf angebremst hatte? Kann alles sein… wir beschließen erst einmal auf dem Campingplatz von La Seu d’Urgell zu übernachten; außerplanmäßig, öde, aber ruhig.

Ruhige Nacht in La Seu d’Urgell

Auf einem regulären Campingplatz ist unser Fahrzeug meist eine Attraktion, viele Menschen bleiben mit offenem Mund stehen. Der Ort hat eine relativ bedeutsame Kirche, ansonsten bleibt unklar, warum man zwischen Überlandstraße und wenig attraktiver Wohnsiedlung seinen Urlaub verbringen sollte. Manche, so scheint es, tun’s. Vielleicht liegt’s am großen Schwimmbad, in dem man die Kinder beschäftigen kann.

Wir indes wollen weiter, und nachdem wir den Schreck bis zum nächsten Morgen verdaut haben, tasten wir uns in Richtung Barcelona aus den Pyrenäen die Bergstraße herab. So richtig traue ich dem Bremssystem nicht – mehr noch als zuvor fahre ich vorausschauend, quasi gleitend, beinahe ohne zu bremsen, und wenn, dann überwiegend über die Motorbremse oder durch einen niedrigeren Gang als es eigentlich nötig wäre.

Alkohol und Kippen am Badestrand

Einen Kaffee in Esterri d’Aneu lassen wir uns nicht nehmen, bevor wir an den letzten Felsen, Flüssen und Bergseen vorbeifahren und uns dem lärmenden und hektischen Großraum von Barcelona nähern. Dort wollen wir – absichtsvoll – auf einem Campingplatz übernachten, damit wir das Fahrzeug sicher wissen, wenn wir die katalanische Hauptstadt erkunden. Weiterlesen