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Achtsamkeit in der Wildnis

Kämpfe um Leib und Leben sind existentiell, sie gehen in extremer Weise an unsere äußere wie an unsere innere Natur – Körper und Geist/Seele. Alltagskämpfe in Beruf, Familie und Freizeit zerren an den Nerven, “gehen an die Nieren”. Diesen Beanspruchungen und Herausforderungen kann man häufig nicht ausweichen; sie sind oft unvermeidbar. Es geht also darum, die inneren Ressourcen für vielfältige Krisen und Konflikte – also unsere Resilienz – zu stärken.

Schon immer hat die Natur der Erholung und Erfrischung gedient. Die Natur hat die Kraft, uns zu transformieren, unsere Möglichkeiten zu erweitern, die beste Version unserer selbst zu werden. Gehen Mönche und Mystiker nicht seit Jahrhunderten in die Natur, um sich von ihrer Stille und Weisheit inspirieren zu lassen?

Ein Achtsamkeitstraining in der Natur überträgt die bewährten Ansätze und Methodes des MBSR-Achtwochenkurses quasi in die freie Wildbahn. Jeder hat den Zugang zu Mutter Natur, indes geht dieser in unserer digitalisierten und globalisierten Arbeitswelt mehr und mehr verloren. Stille und Zurückgezogenheit haben keinen Platz in unserer modernen, ruhelosen Welt. Achtsamkeitsübungen in der Natur bringen uns ihren Segnungen und ihrer Führung wieder näher.

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Was ist Coyote Mentoring?

Oliver beim Natur-Shooting

Oliver beim Natur-Shooting

Wenn wir reisen, reisen wir, um unterwegs und draußen zu sein. Um näher dran zu sein. Um das Unstete zu leben. Und das Weiterkommen.

Naturwissen und Verbindungen zur Natur wurden bei so genannten archaischen Jäger- und Sammlervölkern von Generation zu Generation weitergegeben. Leben und Lernen war eins, die Überlieferung erfolgte mündlich und als Vermittlung von Erfahrung – eine „Naturalphabetisierung“ in der Schule der Wildnis und des Überlebens. In dieser Welt spielten Texte und Lexika keine Rolle, wohl aber Älteste und Lehrer, die als praktische Vorbilder dienten und die wussten, wie man wichtiges Wissen vermittelt – nicht als trockenen Lehrstoff an der Schiefertafel oder auf dem Computerbildschirm.

Baum am Stausee

Baum am Stausee

Der Knowhow-Transfer erfolgt bei nativen Völkern durch Mentoren: Nicht Lehrer, die direktiv „Stoff“ vortragen und abfragen, sondern ein sanftes Hineinschubsen in eine Aufgabe, ein Erlebnis, eine Anforderung praktizieren. Im Vorübergehen quasi. Mentoren leiten ihre Schützlinge sanft an, bringen sie an ihre Grenzen und weisen verspielt auf das, was jenseits dieser liegt. Weiterlesen