Archiv des Autors: Oliver

Über Oliver

Krav Maga Instructor seit 2003. Mindfulness Meditation Teacher seit 2013. Diplom-Sozialpädagoge, Wildnispädagoge. Japanologe.

Cabrio-Tour Spanien II: Mérida & La Linea de la Concépcion

Google Maps führt uns im kleinen Fiat 500 mit Rolldach durch verbrannte portugiesische Landschaften, Korkeichenwälder und bringt uns zu spanischen Olivenhainen. In Mérida in der südspanischen Extremadura beziehen wir Quartier im farbenfrohen Hotel „La Flor do Al-Andalus“ und wandern tags darauf durch die von römischen Ruinen geprägte Stadt.

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Cabrio-Tour Spanien I: Santiago-Bilbao & Porto

Mein Lufthansa-Flug von Frankfurt nach Santiago de Compostela wird wegen eines Unwetters nach…, nein, nicht ins nahegelegene Vigo oder Porto, sondern nach Bilbao im Baskenland (also mehr oder weniger ans andere Ende der spanischen Nordküste) umgeleitet. Jedenfalls entscheidet die Kapitänin so. (Später werde ich erfahren, das zur gleichen Zeit noch einige andere Flugzeuge in Santiago landeten.)

(Es gibt vorher schon eine Viertelstunde Abflug-Verspätung, weil ein – ooops – Navigationsgerät des Fliegers nicht funktioniert.)

Mitten in der Nacht lädt uns die örtliche Betreuung der Lufthansa in drei Reisebusse um, um uns die rund 800 Kilometer durch die Nacht zurück nach Santiago zu karren. Angeblich sechs Stunden lang… Der Bus fährt erst einmal in ein dickes Gewitter mit heftig prasselndem Regen.

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Auf nach Sachsen: The Pirate Ben & Happy Dooming!

Ben ist schon längst weiter. Die Technologie wird’s nicht bringen, auch nicht FFF, XR, LG und Greenpeace; die politischen und bürokratischen Prozesse dauern zu lange. Die menschliche Bequemlichkeit, Trägheit und Ignoranz (meine buddhistischen Freunde würden sagen: Verblendung) ist zu groß. Wandel hätte seit dem Report des „Club of Rome“ einsetzen müssen – jetzt ist es zu spät.

Es wäre leicht, und genauso falsch, ihn einen Prepper zu nennen. Das würde in die völlig falsche Richtung führen. Mit den rechtsgewirkten Weltuntergangsspezialisten der Zombie Apokalypse-Fraktion will er nichts zu tun haben.

Happy Doomer sind nicht Prepper

Denn er versteht sich als Happy Doomer. Einer der wenigen, die wohl derzeit existieren, und für die anderen seiner Art ist er vermutlich das Vorbild. Prepper und Survivalists kümmern sich um ihre Essensvorräte gleichermaßen wie um ihre Munitionslager; und vor allem darum, wie sie andere mit AR & AK draußen und von sich fernhalten.

Das ist nicht Bens Ding. Er lebt zwar in einer ehemaligen Kaserne der DDR-Grenzpolizei irgendwo in Sachsen, aber militärisches Denken ist ihm fremd. Im Gegenteil: Ich habe nur wenige Menschen bislang erlebt, die praktisches Handeln und Kenntnisse verschiedener Handwerke mit einer geschliffenen Intellektualität vereinen. Als ehemaliger IT’ler sind seine analytischen Werkzeuge scharf – und deswegen ist er sich sicher: Der Klimakollaps kommt, eher früher als später, und er wird gewaltige Umwälzungen mit sich bringen.

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Hippie-Happyness am Herzberg

Herzberg! Der Name ist Programm, besonders in diesem Jahr, denn das Motto des Herzberg-Festivals lautet „We love Herzberg“… und tatsächlich scheint dieses älteste deutsche „Hippie“-Festival (seit 1968) für Machende und Besuchende eine Herzenssache zu sein. Und tatsächlich sind alle Beteiligten – Machende, Musizierende, Menschen – mit Herz dabei, denn trotz aller Widrigkeiten aufgrund des gefühlt permanenten Regens und des darob völlig aufgeweichten und verschlammten Bodens bleiben alle gut aufgelegt, friedlich, freundlich.

In einer Zeit, die von Krieg & Krawall, Feindseligkeit & „Hatern“ geprägt ist, in der die Verunsicherung durch Globalisierung & Digitalisierung, vergangene Pandemie & drohendem Klimakollaps und damit einhergehenden Wanderungsbewegungen den rechtsextremistischen Rattenfängern massenweise Menschen in die mörderischen Arme treibt, kommt das Herzberg-Festival fast schon anachronistisch freundlich und positiv zukunftsorientiert daher.

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Pueblos Abandonados V: Das entleerte Spanien

Die weitere Tour zum Castillo Sibirana verläuft unspektakulär. Danach tragen wir die Kirche einmal ums Dorf auf der Suche nach der Route zum Castillo Rotia, weil die Straße zum Ausgangspunkt Navardun gesperrt ist und wir rund 100 Kilometer hin und zurück Bergsträßchen fahren, um dann bei der dritten – LL / Pozo Pigalo – Tour dort anzufangen, wo wir zuvor vorbeigekommen waren.

Ein paar Kilometer rein, dann stehen wir vor dem – geschlossenen – Campingplatz, dem Blauen Auge Aragoniens* und bekommen Besuch von einem Drohnenflieger. Letztere gehören zu den geliebten Hassobjekten, weil sie mit dem Gebrumme und Gesumse ihrer stolz gesteuerten fliegenden Kamera nerven – besonders, wenn man die natürlichen Umgebungsgeräusche von Wind & Wasser, Tier & Pflanze hören möchte. Was man als Coyote Teacher (bzw. Wildnispädagoge) besonders gerne und ausgiebig tut.

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Pueblos Abandonados IV: Geier-Valley & Land-Leben

Wir rumpeln 14 Kilometer Offroad-Piste, passieren etliche Kirchen-Ruinen und erreichen abends Artieda, das auf einem Hügel oberhalb des Yesa-Staudammes liegt und über einen kleinen kommunalen Campingplatz verfügt. Auch gibt es eine dazugehörige Pilger-Herberge (bzw. umgekehrt; der Jakobsweg führt hier entlang). An den Wänden sind viele murales – Wandgemälde – zu sehen, die dem politischen Engagement der Gemeinde Ausdruck verleihen: Free Palestine, Free Sahara – aber vor allem: Yesa No!

Dieser Slogan richtet sich gegen die Erweiterung des Yesa-Staudammes, der weitere Land- und damit Ackerflächen zum Opfer fallen sollen. Und damit wird die Selbständigkeit der örtlichen kleinen Leute dem Profitstreben der Stromkonzerne geopfert… so jedenfalls die Einschätzung der Anti-Staudamm-Bewegung. In der sehr urig-gemütlichen Orts-Kneipe mit Rundumblick aufs Tal kann man dazu etwas erfahren. Auf spanisch wie auf englisch.

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