Volle Dröhnung, auch unter Wasser

Unterwasser-MP3-Player

Unterwasser-MP3-Player

An den Kindern merkt man, dass man älter wird – so heißt es. Ich habe keine Kinder, werde ich deshalb nicht alt? *g

Schön wäre es ja, aber auch ich merke den Zahn der Zeit an mir nagen. Sportlich sowieso, aber auch was so manche Einstellung oder Wahrnehmung betrifft.

Wenn ich an meine Anfangszeiten im Ausdauersport denke (Mitte der 80er), da habe ich die Laufstrecken mit einem Walkman oder – damals ganz modern und trendy – tragbaren CD-Player absolviert. Ganz extrem war es, als ich ein 24-Stunden-EKG bekam – ein Gerät in der Größenordnung eines Kassettenrecorders (wer kennt die überhaupt noch…). Lauft damit mal eine Distanz von 18 Kilometern! Heute steckt man ein EKG-Gerät in die hohle Hand, der Walkman ist zu einem kleinen iPod mutiert, tragbare CD-Player gibt es (glaub‘ ich) gar nicht mehr….

Wenn man mir das vor zwanzig Jahren gesagt hätte… Es ist halt nur so, dass mir die Zeit vor zwanzig Jahren vorkommt wie vorgestern,… und doch ist in dieser langen Zeit so vieles an mir vorbei gegangen. Aber ich bin natürlich auch froh drüber.

Ich habe zwar größtenteils keine Ahnung, wie man das ganze moderne Zeugs vernünftig bedient, kaufe es aber trotzdem. Und dann suche ich mir jemanden, der es mir erklärt. Meine neueste Errungenschaft – ein wasserdichter MP-3Player!

Schwimmen ist nicht meine Hassdisziplin, aber auch nicht von mir über alle Maßen geliebt. Beim Laufen und Radfahren konnte ich mich immer mit neuer Musik motivieren, wenn ich mal einen Durchhänger hatte. Beim Schwimmen ging dies nur, wenn die Frauentruppe aus Düsseldorf-Bilk in Massen das Nichtschwimmerbecken bevölkerte, um die vorhandenen oder nicht vorhandenen Fettpölsterchen Aug` in Aug` mit einem am Beckenrand hüpfenden Vorturner abzutrainieren. Hier lief dann – für die Damen motivierend – über die aufgestellten Lautsprecherboxen entsprechende mal mehr oder weniger schöne Musik. Jetzt kann ich mir aber meine eigene Musik zusammenstellen. Yippie!

Der MP3-Player wird mit insgesamt sechs verschiedenen Ohrstöpseln geliefert, jeweils drei für die Nutzung an Land bzw. im Wasser. Das ist vor allem bei der Benutzung im Wasser sehr wichtig, denn wenn man nicht die passenden Stöpsel einsetzt, kann es passieren, dass entweder der MP3-Player aus dem Ohr rutscht oder Wasser in die Ohrmuschel gelangt. Das hat dann zur Folge, dass die Musik dumpf klingt bis hin zum totalen Ausfall der Übertragung. Aber bei den Grössen S, M und L sollte für jedes Ohr etwas passendes dabei sein.

Der Klang im und unter Wasser ist gut, die Bedienung sehr einfach. Lautstärke sowie Vor- und Rücklauf sind mit einer Hand – auch beim Schwimmen – zu bedienen. Ein ganz entscheidender Vorteil aus meiner Sicht ist der, dass keine Kabel vorhanden sind. Ein Nachteil hingegen ist, dass die „Ohrhörer“ doch so gross sind, dass man diese nicht unter einer engen Badekappe verschwinden lassen kann, denn das drückt gewaltig auf die Ohren.

Ich schwimme nicht ständig mit der Musik. Einschwimmen ja, das folgende Techniktraining dann aber wieder ohne, da will ich mich lieber auf die korrekte Ausführung konzentrieren als auf die Musik. Die Ausdauereinheiten und das Ausschwimmen dann aber wieder mit Mucke!

Auf diese Art konnte ich die Verweilzeit im Wasser um gut 30 Prozent steigern.

Ich finde, für den Preis des Gerätes (unter 40 Euro) lohnt es sich allemal. Vor allem wenn man die Bahnen alleine zieht, beim Training mit Freunden oder Vereinskameraden hat man ja wieder andere Abwechslung. Der Player hat 4GB und eine Laufzeit von circa vier Stunden. Danach muss er wieder an den Laptop und aufgeladen werden.

Es gibt sicher formschönere Modelle, aber die haben dann halt alle den Nachteil mit dem „Kabelsalat“. Ich bin jedenfalls bisher zufrieden, entstellen kann mein schönes Gesicht ja sowieso nichts. 😉 Und der Nutzen ist hier wichtiger als das Design.

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