Covid-19: heilsamer Schuss vor den Bug

Unimog in der Wüste der Westsahara
Unabhängigkeit und Selbstversorgung unter eingeschränkten Bedingungen

Als Krav Maga-Übender dürfte man wegen der Covid-19-Einschränkungen eigentlich nicht allzu beunruhigt sein – sonst wären ja alle Trainings-Appelle a la “always expect the unexpected” und “always train in a position of disadvantage” nutzlos gewesen…

Für mich kann ich sagen, dass ich ein mildes (!) Prepping schon seit meinem ersten Survival-Kurs Anfang der 80er betriebe (also Lebensmittel u.a. Vorräte für ein paar Tage im Haus etc.) und das natürlich meine Fernreisen in kleinen oder großen Geländefahrzeugen (siehe Das Amphibium)in wilde & wüste Gegenden dafür sensibilisieren, seine Vorratslage und potenzielle (Semi-)Autarkie gemäß der “survival rule of three” (Thermoregulation – Wasser – Essen) im Blick zu haben. Die Ausbildung in der Wildnispädagogik hat natürlich dabei geholfen, die eigene Aktionsfähigkeit in Richtung Selbstversorgung & self-reliance zu erweitern.

Das hat überhaupt nichts mit Prepping a la “Zombie Apocalypse” und SHTF zu tun.

„Covid-19: heilsamer Schuss vor den Bug“ weiterlesen

Seminartraining “Attacken in Bus & Bahn”

Bus & Bahn: Der öffentliche Personennahverkehr ist nicht selten ein Ort gewalttätiger Übergriffe, besonders in den Nacht- und frühen Morgenstunden. Busse & Bahnen machen den geordneten Rückzug oder ein Ausweichen meist schwer. Beengte Verhältnisse, enger Körperkontakt erschweren Bewegungs- und Verteidigungsmöglichkeiten enorm.

Um erprobte Krav Maga-Techniken aus der Halle in realistische Umgebung zu bringen, steht uns ein außer Dienst gestellte Bus – in dem normalerweise eine Freiwillige Feuerwehr des Kreises Offenbach übt. Großer Vorteil: Das Fahrzeug muss nicht betulich und vorsichtig behandelt werden, wie das häufig bei entsprechenden Trainingsangeboten anderswo der Fall ist!

„Seminartraining “Attacken in Bus & Bahn”“ weiterlesen

MBSR-Achtwochenkurs ab Februar: Stressbewältigung durch Achtsamkeit

IMG_0437Stress im Alltag und Herausforderungen durch Notfälle, Krankheit, Verlust oder andere schmerzhafte Erfahrungen sind ein unvermeidbarer Teil des Lebens. Man lernt im medizinwissenschaftlich evaluierten Mindfulness Based Stress Reduction-Achtwochenkurs, auf Stress nicht blindlings zu reagieren (Autopilot-Modus), sondern mit ihm umzugehen (responding instead reacting).

Die Schulung der Achtsamkeit ist ein einfaches, konkretes und äußerst wirksames Mittel, um Stress abzubauen und Gesundheit und Wohlbefinden zu fördern. Und sie ist ein wirksames Mittel, sich auf Stress-Situationen vorzubereiten, in Stress-Situationen ruhiger und fokussierter zu bleiben und damit handlungseffizienter zu sein, sowie Stress-Situationen nachzubereiten und zu bewältigen.

MBSR wird in einem Achtwochenkurs vermittelt, in dessen Verlauf sich die Teilnehmer einmal wöchentlich treffen, an einem Samstag zu einem sechsstündigen “Tag der Stille” zusammenkommen und an sechs Tagen der Woche 30-40 Minuten Zeit für Übungen aufbringen müssen.

Mehr dazu unter Achtsamkeit (MBSR), Mit Achtsamkeit gegen jede Art von Stress, Wieso ist MBSR wirksam? und Die Grundhaltungen der Achtsamkeitspraxis leben

„MBSR-Achtwochenkurs ab Februar: Stressbewältigung durch Achtsamkeit“ weiterlesen

Barfußlaufen: Füße sind Geh-fühler

antarctica2015_lockroy-14 1
Was macht’n du mit dem Gummischuh? Pinguin zupft an dickem Antarktis-Stiefel.

Gute Bekannte sind echte Barfußläufer. Das heißt, sie laufen immer und überall barfuß, auch im Winter. In der Wüste. In der Kirche. Manchmal ziehen sie rudimentäres Schuhwerk an, aber das ist selten.

Sie haben dafür ihre eigenen Gründe. Innerhalb der mittlerweile entstandenen Bewegung des Barfußlaufens gibt es viele verschiedene Varianten. Allen ist gemeinsam, dass ihre Adepten überzeugt sind, dass das Laufen in Schuhen weniger den Füßen gut tut, als vielmehr dem Einkommen der Mode- und Sport-Schuhfabrikanten.

Sensoren in den Sohlen

Es scheint genügend medizinische/physiologische Evidenz zu geben, dass es eine Vielzahl von Sensoren in den Fußsohlen gibt, die letztlich den gesamten Körper, sein Gleichgewicht, seine Beweglichkeit, seine Gesundheit mit beeinflussen. Und damit beziehe ich mich nicht nur auf die Darlegungen der Fußreflexzonen-Massage.

„Barfußlaufen: Füße sind Geh-fühler“ weiterlesen

Wie alles begann – und wohin es führte

Mit Kampfsport habe ich angefangen, als ich 15 Jahre alt war. Im Urlaub waren meine Eltern und ich angegriffen worden; ich hatte dabei keine gute Figur gemacht. Mein Selbstbewusstsein war schwer lädiert. Das wollte ich ändern und trainierte das, was in meiner Wohnumgebung möglich war: traditionelles Wado-Ryu-Karate.

Ich war mit der Übung von Kihon (Grundschule), Kata (Form) und Kumite (Kampf) nicht unzufrieden; dass diese klassische japanische Methode nicht notwendigerweise etwas mit realistischer Selbstverteidigung zu tun hat, wäre mir damals nicht in den Sinn gekommen.

Immerhin, es war ein traditionelles japanisches Training – ich habe dabei sehr viel Disziplin und Kontrolle gelernt, auch und gerade meiner selbst. Und Ausdauer und Zähigkeit, denn in den klassischen Kampfkünsten Japans und Chinas kommt es immer wieder zu Durststrecken, die man durchstehen muss.

„Wie alles begann – und wohin es führte“ weiterlesen