Tot im Ghetto von Friedrichsdorf

Ein Mann ist totgeschlagen worden. Davon berichtet der Artikel Notunterkunft: Das Ghetto von Friedrichsdorf in der Frankfurter Rundschau, in dem Bürgermeister Burghardt kritisiert wird. Im Text heißt es u.a.:

Über Monate spitzten sich die Spannungen zwischen den Bewohnern der Notunterkunft immer weiter zu, bis sie eskalierten. Burghardt wusste davon, doch er unternahm nichts. Anfangs feierte eine Gruppe junger Bewohner die ganze Nacht. Sie luden Freunde ein, sie tranken zu viel, sie verprügelten sich gegenseitig. Die anderen Obdachlosen konnten kaum noch schlafen.

Die Polizei kam regelmäßig. Im Februar wurde Harald krankenhausreif geschlagen und kurz darauf Robert mit einer Kettensäge bedroht. Am 15. April schließlich verprügelten drei junge Männer einen 25-jährigen Mitbewohner mit Zaunlatten. Anschließend legten sie ihn in sein Bett. Leber und Milz waren gerissen. Er verblutete.

Unterm Strich wird nicht-genug-Geld-für-Jugendhilfe, nicht-genug-Sozialarbeiter, nicht-genug-Polizei, nicht-genug-Justiz dazu führen, dass der Mob aus seinen Ghettos kommt und durch die Straßen tobt. Und ich fürchte, da ist nichts und niemand, der dieser Entwicklung Einhalt gebietet. Die Klapperschlange läßt grüßen.