„Road Rage“ – Selbstverteidigung im und ums Auto

Hände am Hals, Fäuste vorm Gesicht, Messer vor dem Bauch, Pistole vor der Nase – der Straßenverkehr und der damit verbundene Stress ist häufig Anlaß für Zusammenstöße äußerst unerfreulicher Art.

Trainiert wurde dabei rund fünf Stunden unter der Anleitung des KMG-Toplevel-Instructors Tal Kvores aus Israel sowohl in der Halle wie im Freien. Ein privates Parkdeck diente den knapp 30 Seminarteilnehmern als Plattform für die Kämpfe im und rund ums Auto.

Tal Kvores befasste sich dabei mit Techniken aus den Practicioner-Levels des Krav Maga, mit denen man sich gegen Würgeangriffe von der Seite, Messerbedrohungen seitlich an Körper und Hals, Messerstiche von der Seite oder von oben u.ä. zur Wehr setzt.

In der Trainingshalle des KM Centers begann Kvores dabei mit Vorübungen: Typische Krav Maga-Verteidigungen und -Gegenangriffe aus dem Standard wurden mit dem Partner auf die beengte Situation beim Sitzen im Auto umgesetzt – und speziell auf die Nachteile durch die eingeschränkte Bewegungsfreiheit in puncto Technikausführung und Kraftentwicklung eingegangen.



 

Nach diesem vorbereitenden Training wechselte die Seminargruppe zu einem benachbarten privaten Parkdeck in der Offenbacher Innenstadt, um dort direkt an und in Autos der Teilnehmer das Gelernte ins realitätsnahe Umfeld umzusetzen.


Selbstverständlich wurde drauf geachtet, dass die Fahrzeuge der Teilnehmer von Schäden verschont blieben. Geübt wurde sowohl das Einsetzen der Bremse zur Unterstützung der Verteidigung wie auch das Öffnen und Lösen des Gurtes im Bedarfsfalle..


Zum Ende des Seminars beschäftigten sich die Teilnehmer noch mit der Bedrohung durch eine ins Auto bzw. vors Fahrerfenster gehaltene Pistole – selbstverständlich die schwierigste und gefährlichste Situation überhaupt.

Live-Training, in natürlicher Umgebung, wird immer wieder von allen Krav Maga-Praktizierenden als besonders intensives Erlebnis wahrgenommen – und gerade diese Erfahrung dürfte mehr als jedes bloße technische Training in der regulierten Umgebung einer Halle oder eines Dojos dazu geeignet sein, die Gegenwehr im Falle eines tatsächlichen Angriffes zu ermöglichen.