Dumm gelaufen

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Da möchte man seinen Lieblingsverein – wie schon in der Vergangenheit schon praktiziert – mit einer etwas anderen Form der Anreise unterstützen, und dann verlieren die Jungs. ;-(

Samstagmorgen, 10 Uhr, Düsseldorf-Altstadt, „Am alten Schlossturm“. Ein Haufen Unentwegter trifft sich, um die Fortuna beim Auswärtsspiel in Mönchengladbach zu unterstützen. Da es sich bei den Fans um Läufer und Triathleten des Vereins handelt, wird die knapp 35 Kilometer lange Distanz weder mit dem Auto, noch mit der Bahn oder in einem der unzähligen Fanbusse, sondern zu Fuß absolviert.

Ein „Mannschaftsfoto“ für die am Wochenende erscheinende Stadionzeitung muss natürlich sein, danach ging es direkt los, bei kühlen, aber doch noch auszuhaltenden Temperaturen von etwa minus fünf Grad. Über den Rhein, durch den Stadtteil Heerdt weiter nach Kaarst, wo der erste Zwischenstopp geplant war, verliefen die ersten 15 Kilometer.

Und hier, am Kaarster See, den ich im Sommer immer als Trainingsmöglichkeit für das Freiwasserschwimmen nutze, steige dann auch ich ein, um die letzten 20 Kilometer mitzulaufen. Eine komplette Distanz wollte ich meinem Körper noch nicht zumuten, denn das Seuchenjahr 2012 findet für mich in 2013 anscheinend eine Fortsetzung. Bis vor kurzem lag ich nämlich noch mit Grippe (inklusive Fieber und was noch dazugehört) im Bett. Vor diesem Hintergrund war mir ein 35 Kilometer Lauf dann doch zu lang.

Mit mir stiegen auch noch drei weitere Athleten ein, so das die Gruppe der laufenden Fans auf insgesamt neun Personen anstieg.BMG1Unser Holger hatte eine Woche vorher die Strecke mit dem Rad erkundet. Wir liefen etwas abseits der großen Straßen, über Feldwege und kleinere Ortschaften. Nachteil war natürlich, dass gerade hier der Streudienst nicht aktiv war und die Wege teilweise stark vereist waren. Das geht, gerade bei mir mit meiner Retro-Patella-Arthrose im Knie, ganz schön auf die Knochen! Das Tempo der Truppe war moderat, angenehme 6 min/km. Auf diese Art und Weise konnte ich dann auch mithalten. *g

Nach insgesamt 3 Stunden 34 Minuten (für mich genau 2 Stunden) erreichten wir den „Borussen-Park“, wo wir von den Verantwortlichen erwartet wurden. Unser Fahrer, der die Wechselsachen mit dem Auto transportierte, erhielt sogar einen VIP-Parkausweis und konnte sich die Wartezeit in der Geschäftstelle bei leckerem Kaffee verkürzen. Wir wurden dann von den Offiziellen in Empfang genommen, durch die Sperren geschleust, in die Kabine begleitet, wo wir dann die warme Dusche genießen konnten. Vorher gab es noch ein kurzes Live-Interview mit dem Bezahlsender „sky“, in dessen Verlauf dann, als ob es geplant wäre, der Mannschaftsbus der Fortuna vorfuhr. An dieser Stelle aber ein großes Dankeschön an den Verein Borussia Mönchengladbach für diesen wirklich netten und schönen Empfang!

Tja, so schön und erfolgreich diese unsere Art der Anreise war, so unschön die Leistung unserer Mannschaft, die die erste Halbzeit komplett verschlief und sehr schnell mit 0:2 in Rückstand lag. Der Anschlusstreffer in Halbzeit zwei reichte dann nicht mehr. Dumm gelaufen würde ich da sagen. ;-(

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