Wässriges Bier und Hyde-Park-Jogging

4Wie sich herausstellte, habe ich nicht nur die Taschentücher, sondern auch einen Adapter für die Steckdose vergessen. :-(

So hatte ich in der Hoffnung, am Abend im Hotel das Handy und die Kamera aufladen zu können, wie wild für das private Fotoalbum fotografiert. Schade, dass dann am Wettkampftag ständig die rote Batterieleuchte anging. Aber ein paar Fotos konnte ich dann doch noch machen – und ich hatte zudem das Glück, dass neben mir an der Radstrecke der Fotograf Paul Edwards aus Windsor stand. Paul war so nett und hat mir einige seiner Fotos zur Verfügung gestellt – danke dafür!

Nun aber zu meinem Kurzaufenthalt.

Montag, gegen 12 Uhr Ortszeit, landete ich in London Stanstedt. Von dort ging es dann mit dem „Stanstedt Express“, einem Zubringerzug, in die Londoner Innenstadt. Fahrzeit knapp 45 Minuten, der Preis für die Hin- und Rückfahrt: 29 englische Pfund, das entspricht in etwa 20 Euro pro Fahrt. Anschließend dann ein paar Stationen mit der U-Bahn, und schon stand ich vor meiner Unterkunft, einem Vier-Sterne-Hotel in unmittelbarer Nähe des Hyde Parks. Den Park habe ich auch direkt nach dem Einchecken besucht, vor Ort Recherche für den Wettkampf am kommenden Tag sozusagen. Dort unterhielt ich mich zudem mit einem Volunteer (ein Ironman, zu erkennen am Rucksack des IM Klagenfurt *g), der mir einen guten Platz für das Radrennen zeigte.

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Ein Muss, nachdem per pedes die nähere Umgebung (Picadilly Circus, Trafalger Square, Westminster Abbey, Big Ben ecetera) erkundet wurde, war der Besuch des auch im Fernsehen vorgestellten Radfahrer-Cafes „lookmumnohands“. Klickt einfach www.lookmumnohands.com oder schaut euch meine Fotos an, typisch englisch, diese Lokalität 🙂

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Während man dein Bike repariert, trinkst du dir einen Kaffee, isst eine Kleinigkeit oder nippst an einem Bier. Oder aber du fährst ohne Reparaturwünsche hin, um nur am Bier zu nippen *g. Bei meinem Besuch lief gerade auf einer Leinwand das olympische Bahnradrennen, bei dem – wieder einmal – die Briten groß abräumten. Klar, dass hier die Stimmung überschwappte. Gutes Timing, dachte ich mir.

143Nach dem Genuss eines wässrigen Biers entschloss ich mich nach dem Verlassen der kultigen Lokalität zu einen kleinen Umweg, stieg an der U-Bahn-Station „Tower Hill“ aus, um mir den (oder doch eher „das“?) Tower sowie die Tower Bridge anzusehen. Von den olympischen Ringen an der Tower Bridge und dem neuen Wahrzeichen an der Themse, das „Shard“ (die Scherbe), dem höchsten Wolkenkratzer Europas, mal abgesehen, hat sich hier nicht viel verändert.

133Vom vielen Laufen müde, kehrte ich erneut in ein Lokal ein, trank auch dort ein Bier. Wieder war es wässrig, und wieder war es mir egal, denn die Stimmung in London war die ganze Zeit so fröhlich, freundlich und angenehm, da verzeiht man den Briten gerne, dass das „local Beer“ nicht unseren Vorstellungen entspricht.

149Touristen waren meines Erachtens genau so viele wie sonst vor Ort, allerdings war es nicht der „normale“ Tourist, sondern der „olympische“. Dieser ist zu erkennen an seinem doch eigentümlichen Erscheinungsbild. Beispiele?

Natürlich die Holländer, wie immer in orange gekleidet, oder aber die junge Besucherin aus Kanada in der U-Bahn. Statt Pulli oder Shirt trug sie als Oberteil die Landesfahne *g – ihr Begleiter hatte das Ahornblatt als bodypainting im Gesicht. Die Spanier liefen singend durch die Strassen, Amerikaner mit übergrossen Cowboyhüten kamen mir im Hydepark entgegen. Und alle waren gut drauf, feierten ihr Land odersich selbst, und hatten Spaß.

22Kurz vor Mitternacht war ich dann zurück im Hotel. Der Wecker wurde auf 6.30 Uhr gestellt, weil ich vorhatte, zumindest eine kleine Runde im Hyde Park zu joggen (wenn man schon mal dort ist). Das klappte auch ganz gut, trotz meiner Verletzung. Aber ich bin wirklich nur gejoggt, Laufen war das nicht.

150Nach dem Duschen bestellte ich mir ein typisches englisches Frühstück (Toast, Rührei, Wurst und baked beans, Kaffee, Orangensaft) und anschliessend machte ich mich gegen 9 Uhrauf den Weg, um einen schönen Platz zu finden. An der Laufstrecke war schon Betrieb, die ersten hatten sich nämlich bereits um sieben Uhr morgens Plätze gesichert (das fiel mir beim Joggen auf). An der Radstrecke jedoch fand ich das von „meinem“ volunteer genannte Plätzchen, markierte dieses mit der Fortuna-Fahne und wartete…

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to be continued

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