Die Hoffnung stirbt zuletzt

Alle fünf Jahre – der Triathlet wird nicht nur älter, nein, er kommt auch in eine andere Altersklasse (das wiederum unterscheidet uns ja von den „Normalsterblichen“).

Bei mir ist es nun auch wieder so weit. Nachdem ich Ende des Monats stolze 54 Jahre alt wurde (ich nehme noch Geschenke an… *g), darf ich nun ab 01.1.2012 in der AK 55 starten. Im ersten Jahr als junger Hüpfer bei den Alten sicher ein Grund, auf eventuell bessere Platzierungen zu hoffen. Ich hoffe ja wirklich, mich in der AK 55 im Jahr 2012 oder aber 2013 für Hawaii zu qualifizieren, ehrlich! Ich hoffe aber auch auf einen Lottogewinn, nur, beides scheint unmöglich. Lotto spiele ich nicht, und leider gibt es zu viele gute AK 55er. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt, deshalb fange ich jetzt mit dem Lottospielen an. Und bei der Hawaii-Qualifikation will mir ja Nils Goerke helfen. *g

Bis dahin ist aber noch viel Zeit. Das neu bestellte BMC TM01 ist eh´ noch nicht da. Die genannten Liefertermine wechseln von der 51 KW in 2011 über die 4. KW bis hin zur 8. KW in 2012. Diese Woche habe ich zufällig den BMC Vertreter bei meinem Raddealer getroffen. Aber, selbst Geld, liebe Worte und – nicht ernstgemeinte – Drohungen halfen nichts. Flehen und betteln war auch umsonst. Ich muss mich gedulden, auch wenn es schwerfällt.Nun denn, jetzt ist sowieso die Zeit, den Schwerpunkt auf das Schwimmen und Laufen zu legen. Und, ganz wichtig, Rumpfstabilisation! Für das Jahr 2012 nehme ich mir wirklich vor, regelmäßig diese ungeliebten Einheiten zu absolvieren, mindestens zwei Mal die Woche. Ihr könnt mich beim Wort nehmen.

Noch aber schreiben wir 2011. Und als aktiver Fortune ist dieses Jahr, respektive diese bisherige Saison, ein Traum. Die Mannschaft ist in der 2. Liga ungeschlagener Tabellenführer, saisonübergreifend wurde seit über einem Jahr zu Hause nicht mehr verloren, das Team bricht alle Rekorde, und das freut natürlich. Da ist es mehr als selbstverständlich, auch auswärts die Leistungen zu unterstützen. Den Sieg beim FC St. Pauli habe ich im Oktober live am Millerntor erlebt, am 19.11 bin ich in Berlin beim Spiel gegen „Eisern Union“ dabei, und das letzte Spiel der Hinrunde am 05.12. beim MSV Duisburg werden wir sogar laufend begleiten. Das bedeutet, wir Aktive von Fortunas Lauf- und Triathlonabteilung werden am Montag um 15 Uhr im Herzen der Düsseldorfer Altstadt, am Schlossturm, starten, um die gut 30 Kilometer bis ins Stadion der gegnerischen „Zebras“ laufend zurück zu legen. Für die Spielansetzung an einem Montag kann Fortuna natürlich nichts, ein Wochenendtag wäre auch uns lieber gewesen. So müssen wir jetzt damit leben, dass wir in die Dunkelheit laufen. Das wiederum hat aber auch einen gewissen Reiz, auch wenn die Gefahr, zu stolpern und/oder zu stürzen, natürlich größer ist. Aber es gibt ja Stirnlampen und ähnliche Hilfsmittel, die die Nacht zum Tage machen. *g

Wenn im Anschluss daran dann auch noch ein Sieg der Mannschaft herausspringt, hat das Jahr 2011 doch noch einen versöhnlichen Abschluss für mich (trotz DNF in Roth und der Absage der Veranstaltung auf Ibiza).

Probleme sehe ich bei mir im Jahr 2012 allerdings für meine Schulter. Die linke wurde ja vor Jahren bereits operiert, nun macht mir die rechte Sorgen. Im Liegen beispielsweise kann ich mich nicht mehr mit dem rechten Arm aufstützen, das Anziehen eines Sakkos oder Mantels fällt mir schwer und schmerzt. Es sind exakt die gleichen Symptome, die bei der linken Schulter vor einigen Jahren zur Operation führten. Jetzt befürchte ich eine weitere, schmerzhafte Operation, die vielleicht sogar die Teilnahme am Ironman Mexiko unmöglich machen wird.

Aber auch hier gilt, was über die Hawaiiqualifikation oder den Lottogewinn geschrieben wurde: „Die Hoffnung stirbt zuletzt.“

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