Hasta la vista, IM Frankfurt

IM Frankfurt Drittplatzierte Gina Crawford

Kurz vor dem Ziel: die Drittplatzierte, Gina Crawford.

Das war’s dann wohl, Ironman Frankfurt. Für die Elite mag das ein tolles Rennen sein, für die Finisher, zumindest die, die zwischen 19 und 22 Uhr reinkommen, ist es das nicht (mehr).

3000 Leute sollen teilgenommen haben, zu unseren Zeiten vor ein paar Jahren waren es 2300. Das galt damals schon als zuviel für die Radstrecke, die je eher flach und wenig selektiv ist. Vor ein paar Jahren hat ein Startplatz schon 400 Euro gekostet, heuer dem Vernehmen nach 600 Euro.

Für dieses Geld wurde den Männern und Frauen der letzten Stunden vor Zielschluss eine Laufstrecke geboten, in der sich niemand mehr der Race Marshalls und Helfer darum kümmerte, ob da Hinz & Kunz mit Kind & Kegel auf & ab rödelte, Nilgänse & Enten gefüttert wurden oder ein paar Besoffenen im Weg rumhingen.

Das ist für die Athleten, die ohnehin schmerz- und krampfgeplagt ihren Slalom-Weg durch die Spaziergänger nunmehr suchen mussten, besonders lästig. Mag keiner von diesen Spaziergängern und Radlern und Kinderwagen-Schieberm, gerne auch gegen die Laufrichtung der Marathon-Strecke, nachvollziehen können. Sind ja eh nicht schnell unterwegs, diese Ironman-Sportlern der letzten Stunden, so scheinen die zu denken.

Finisherin und Ironbloggerin

Laufstrecke mit dreimaliger Finisherin und Ironbloggerin.

Die Ignoranz der Frankfurter mag die eine Sache sein, dass der Veranstalter nicht genügend Helfer aufbot, um die Laufstrecke frei zu halten, eine andere. Wenn ein paar Helder im roten Shirt zu sehen waren, dann starrten die in ihre Smartphones oder quatschten mit sonstwem. Von den 600 Euro pro Teilnehmer sind bei den Helfern wahrscheinlich nicht allzu viele gelandet.

Laufstrecke: mit Spitzen-Triathletin, ohne Zuschauer.

Laufstrecke: mit Spitzen-Triathletin, ohne Zuschauer.

Keine Ahnung, wie es anderswo war: die Laufstrecke war nicht besonders mit Zuschauern flankiert, im so genannten Stimmungsnest „The Hell“ – also dem berühmt-berüchtigten Kopfsteinpflaster in Maintal-Hochstadt herrschte nach der Durchfahrt der Spitze fast schon gähnende Leere (siehe nachstehende kleine Bildergalerie), selbst beim HR-Podium…

Das Rennen ist tot, mausetot. Zumindest für diejenigen, die im hinteren Drittel oder Viertel des Rennens rumgurken, und ihre Sympathisanten. Da hilft offensichtlich auch nicht, dass die US-amerikanischen Besitzer den Begründer Kurt Denk reaktiviert haben.

Eher unwahrscheinlich, dass wir – nach drei Teilnahmen. und zehn Besuchen – noch einmal hingehen. Da geht es offensichtlich nur noch darum, möglichst viel Geld rauszuholen. Das Rennen dabei geht den Main runter.

Über Oliver

Professional Krav Maga Instructor (KMG), Kettlebell Instructor (HKC). Mentaltrainer (MBSR, NLP).
Dieser Beitrag wurde unter Triathlon, Wettbewerb abgelegt und mit verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.