Immer optimistisch: Das wird nie wieder…

Jetzt ist es fast vier Monate her, dass der Unfall mich an meiner Lieblingsbeschäftigung hindert. Immerhin ist es mir nun möglich, ohne Krücken zu gehen, wieder auf der linken Seite einzuschlafen und sogar ein wenig mit dem Rad zu fahren (letzten Sonntag immerhin 75 Kilometer).

Und doch – länger als 30 Minuten am Stück kann ich noch nicht schmerzfrei gehen/laufen. Bei der Schulter habe ich das Gefühl, mein Körper stößt die Titanplatte ab, die Problematik lässt sich am besten so beschreiben:

„Einen Kasten Bier kann ich vier Etagen hoch schleppen, aber das Glas Bier zum Mund führen ist nicht möglich.“

Nun, nächste Woche werden wir die Schulter röntgen lassen und entscheiden, ob die Platte frühzeitig raus kann. Mein Hausarzt meinte letztens noch (ich war wegen eines grippalen Infekts dort), dass mit der Schulter wird nie wieder so wie es mal war. Ich aber sehe das anders, trotz meines Alters und trotz der Schwere der Verletzung.

Wie sonst ist zu erklären, dass ich mir während meiner „Leidenszeit“ ein neues Spielzeug zugelegt habe. Es handelt sich um ein neues Rad, das FOCUS Izalco Team. Das wollte, musste ich mir einfach gönnen. Die Testberichte waren sehr gut und nach meiner ersten Testfahrt kann ich dies nur bestätigen. Ich habe noch keine Ahnung, wie leicht es wirklich ist, aber definitiv unter sieben Kilo. Nebenbei bemerkt – als Schaltung wählte ich Shimanos Dura Ace DI2. *g

Und die Qualität und Klasse des Rades erfährt man im wahrsten Sinne des Wortes. Wie genau kann ich eigentlich gar nicht erklären, aber die Kraft wird irgendwie direkt vom Pedal übertragen, ohne Wenn und Aber. Ich freu mich darauf, dass Teil in den Bergen Mallorcas (Ostern 2014) fahren zu dürfen. Bis dahin hoffe ich, wieder einigermaßen hergestellt zu sein.

Und dann werde ich versuchen, meinem Vereinskollegen Frank am Berg meinen Poppes zu zeigen *g

Heute werde ich wieder versuchen, etwas zu joggen. Im Winterurlaub in Mellau (Österreich), den ich natürlich nicht wie gewollt mit dem Snowboard genießen konnte, hatte ich die ersten Versuche gestartet, aber der Schmerz war dann aufgrund des Beckenringbruchs (siehe auch unser aller Angie Merkel) noch zu groß. Einmal 30 Minuten gejoggt, anschließend zwei Tage gehumpelt, keine idealen Voraussetzungen. Heute dann der nächste Test – ich bin guter Dinge, aber so sind wir Rheinländer – immer optimistisch.

 

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