Triathlon Saison im Rückblick: Mit 72 bin ich noch dabei!

2013 hatte ich bewusst etwas ruhiger als die vorhergehenden Jahre geplant: Hauptwettkampf sollte der Moret-Triathlon sein. Das ist nur eine Halbdistanz und erfordert nicht so ein umfangreiches Training. Trotzdem kam am Ende einiges zusammen. Im März, praktisch ohne spezielle Vorbereitung, startete ich aus dem Training heraus – quasi zum Aufwärmen – beim Frankfurter Halbmarathon und erreichte einen 3. Altersklassen-Platz.

Schon recht früh, nämlich am 22. April, kam dann ein erstes kleines Highlight: Jürgen Bäuerle und ich wurden als Eintracht-Triathleten im Rahmen der Sportlerehrung der Stadt Frankfurt für unsere „hervorragenden sportlichen Leistungen in 2012“ (so der Text der amtlichen Urkunde) geehrt. Grund: Jürgen hatte die Altersklasse M65 beim Ironman Frankfurt (Europameisterschaft) und den fünften Altersklassen-Platz auf Hawaii erzielt und ich hatte in Kraichgau (Halbdistanz-Europameisterschaft) die AK70 gewonnen und den 3. AK-Platz bei der Berglauf-Langdistanz-Weltmeisterschaft (Jungfrau-Marathon) erreicht.

Danach war zunächst mal Schluss mit lustig – ich musste für meinen Hauptwettkampf des Jahres, die Halbdistanz in Moret trainieren. In für mich passablen 5:48 Stunden konnte ich die Altersklasse und damit die Hessenmeisterschaft gewinnen. Zufrieden war ich insbesondere mit meiner Schwimmleistung (gut 39 Minuten für 2 km) und dem Radsplit mit einem fast 30er Schnitt bei doch recht anspruchsvollem Gelände. Hier hat sich das ausgedehnte Eintracht-Trainingslager in der Toskana bemerkbar gemacht. Das Laufen war dafür etwas gemächlicher, erst gegen Ende des Halbmarathons kam ich ins ‚Rollen‘.

Nach dem Sommerurlaub mit etlichen Rad- und Laufeinheiten in Finnland, Schweden und Dänemark ging es dann gleich nach Viernheim. Viernheim ist zwar nur eine Olympische Distanz, aber durch das Schwimmen ohne Neo und die Radstrecke durch den schönen Odenwald durchaus anspruchsvoll. Glücklicherweise war es nicht so heiß wie im Vorjahr. Dies war wohl auch der Hauptgrund dafür, dass ich sechs Minuten schneller war als 2012. Andererseits ein Zeichen dafür, dass ich immer noch einmal frühere Ergebnisse toppen kann. Der Altersklassensieg war mir von Beginn an sicher, da ich alleine in der M70 angetreten war.

Leider konnte ich wegen einer heftigen Erkältung beim Ligawettkampf am Twistesee nicht starten. Am Samstag noch hatte ich die Startunterlagen für die Mastersliga abgeholt, aber nach einer durchgehusteten Nacht war leider an Start nicht zu denken. Was soll’s, also konzentrierte ich mich fortan hauptsächlich aufs Laufen, ich musste ja meinen 2. AK-Platz beim Frankfurt-Marathon vom Vorjahr verteidigen.

Natascha Schmitt leitete wieder einen 11-wöchigen Vorbereitungskurs für die Eintrachtler, und ich ließ kein Training aus. Zur Vorbereitung nahm ich am Hugenottenlauf teil. Mit knapp 1:46 Stunden kam ich als Zweiter in der Altersklasse ins Ziel. Mit der Zeit war ich nur leidlich zufrieden, aber ich hatte ja noch einen Monat Zeit.

Am 27. Oktober war es dann so weit, mein zweites Saison-Highlight nahm seinen Lauf. Die Wetterprognosen sagten reichlich Wind und Regen voraus, und so kam es dann auch. Mit zunehmendem Lauf wurde der Wind zum Sturm, der mir fast die Beine weg blies, und von oben kam das kühlende Nass bei ansonsten moderaten Temperaturen. Lokal war es ein Platzregen, in dem meine Supporter tapfer ausharrten und mir alle fünf Kilometer die vorbereiteten Getränke reichten. Die geplanten 3:30 Stunden schminkte ich mir schon nach dem ersten Kilometer ab und plante 3:35 statt dessen. Am Ende kamen dann für diesen Tag noch gute 3:37 Stunden heraus und brachten mir bei reichlich Konkurrenz den 1. AK-Platz ein. Insgesamt war ich gerade noch im ersten 1/4 der ca. 15.000 Teilnehmer. Mit dem Ergebnis war ich zufrieden, auch wenn ich meine Zielzeit nicht erreichen konnte.

Den Saisonausklang bildete wie immer der Arque-Lauf. Da ich nächstes Jahr wieder eine Langdistanz plane und dafür ab Dezember schon mit dem Training beginnen will, gilt der November für mich als Ruhemonat. Deswegen absolvierte ich den Arque-Lauf auf dem MTB als ‚piccolissimo‘ (Kelkheim – Mainz und mit Bus zurück). Immerhin fuhr die 1. Gruppe die 40 Kilometer über den Taunus mit einem 21,5 er Schnitt.

Alles in allem verlief das Jahr wie geplant und vor allem verletzungsfrei!

Viele Grüße,

Jürgen Strott

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