Sep 24 2010

Sportevent samt Urban Decay

Oliver

Für mein anderes Blog – das Ironblog über Triathlon und Marathon – hat meine Frau eine Presseveranstaltung der Trailrun Worldmasters in Dortmund besucht. Dabei geht es darum, dass die Teilnehmer bei einem Lauf über drei Tage u.a. in einer Industriebrache – einem ehemaligen Hoesch-Stahlwerk – laufen, dabei auch durch den Hochofen (näheres dazu im Ironblog unter dem Titel Dreitagequälerei in Dortmund.

Beate ist des Fotografierens mächtig und hat ihre Canon 30D sowie unsere Casio EX-FH25 eingepackt, samt Laufklamotten. Vor der frühabendlichen offiziellen Besichtigung hat sie sich mittags schon auf den Weg gemacht und den Hochofen zweimal umrundet. Dabei kam die 30D zum Einsatz, die aufgrund Gewicht und Größe sowie fehlender Videofunktion fürs Joggen auf der eigentlichen Wettbewerbsstrecke nicht in Frage kam. Beim gemeinsamen Lauf mit allen anderen Teilnehmern des Promo-Events hat sie sich dann die High-Speed-Casio (mehr zu der Kamera im Beitrag 5DMk2 im Einsatz bei der Eintracht mit einem Blackrapid-Gurt umgeschnallt und für Foto- und Videostoff gesorgt.

Ich habe dann nach ihrer Rückkehr die Bearbeitung und Postproduktion übernommen, sowie die Zusammenstellung und Gesamtkomposition. Wir haben bewusst darauf gesetzt, kein typisches Sport-Stück zu kreieren, sondern die Industriebrache in den Mittelpunkt zu stellen und dem Laufen einen eher mysteriösen Touch zu geben. Sehr hilfreich war dabei die Musik einer ungewöhnlichen Künstlerin, der Solo-Cellistin Zoe Keating(hier ein Interview über ihre Arbeit mit Cello und MacBook Pro, sowie ihre Selbstvermarktung via Social Media).


Sep 16 2010

Der Rasen im Fußball-Stadion

Oliver

Für den Frankfurter Eintracht-Fan ist die Commerzbank-Arena nach wie vor das Waldstadion, also ein Ort mit (Fußball-)Tradition, und deswegen habe ich die Videokolumne der Frankfurter Rundschau über Pressekonferenz und Training vor dem Bundesliga-Spiel am Wochenende auch „Waldstadion“ genannt. Vor der aktuellen Bundesliga-Saison hieß die noch „Eintracht aktuell“, aber das war offensichtlich zu farb- bzw. gesichtslos – man konnte sich an die Videos, aber nicht an deren Titel erinnern.

Vor dem Spiel gegen den SC Freiburg am Freitag gab es viel Gezeter um den vom Klitschko-vs-Peter-Kampf ramponierten Rasen. Die Eintracht ist ja auch nur Mieter der Commerzbank-Arena-formerly-known-as-Waldstadion und die Stadion-Betreibergesellschaft hat eben ihre eigenen Interessen. Die läßt es sich natürlich nicht entgehen, Madonna oder Klitschko gewinn- und imageträchtig unters Cabrio-Dach zu bekommen und läßt sich dabei vom Wunsch der Kicker wie deren Fans nach einem einwandfreien Rasen wenig beirren.
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Sep 13 2010

5DMk2 im Einsatz bei der Eintracht

Oliver

5dmk2sge.jpg

Kleiner Schnappschuss am Rande, mit einer Casio High Speed Exilim EX-FH25 – meine Favoritin als Back-up-, Zusatz- und Solokamera (wenn ich keine Lust oder Gelegenheit auf großes Gerät habe) – aufgenommen.

Die Casio vollbringt keine Wunder, verfügt aber über ein 25-500mm-Zoom (KB), bis 3200 ASA und eine High-Speed-Funktion, die bis zu 30 Bilder pro Sekunde schießt (man kann aber auch geringere Bildfolgen einstellen). Ein kleines Kompaktpaket, das ideal schnell zum Einsatz gebracht werden kann, wenn die 5DMK2 im Videomodus arbeitet und an anderer Stelle im Raum ein lohnendes Motiv für einen Schnellschuss oder gar ein (High-Speed-)Movie auftaucht (HD kann sie auch; die mangelnde Tonqualität muss man dann in der Nachbearbeitung hinkriegen oder anderweitig übertönen).
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Aug 26 2010

Shit Happen-Z – Folge 5

Oliver

Die Serie Shit Happen-Z berichtet in loser Folge von den Pleiten, Pech und Pannen während der allwöchentlichen Multimedia-Produktion.

Zum Grundlehrgang Video für Anfänger zählt der Hinweis, Menschen nicht so vor die Kamera zu positionieren, dass ihnen Wandhaken, Garderobenständer oder ähnliches aus den Köpfen wachsen. Ein schönes Beispiel dafür ist mir neulich gelungen, wie man im FR-„Waldstadion“-Video der vergangenen Woche bei Minute 3:25 bewundert kann:

Dererlei Fehler sind natürlich nicht der kompletten Blödheit des Videoproduzenten geschuldet: Wie man in den Sequenzen vor Minute 3:25 nachvollziehen kann, hatte ich zuerst eine helle Sonne im Hintergrund, die einen starken Schlagschatten auf dem Gesicht des Sportredakteurs hinterließ. Ich wollte also in jedem Fall noch die Perspektive wechseln, abgesehen davon noch einen weiteren Blickwinkel durchs Stadion ermöglichen. Ich fand es auch reizvoll, dass helle Hemd des Sprechers mit dem dunklen Schatten auf dem Rasen kontrastieren zu lassen…

Dass justament dann die Rasensprenger los- und hochgingen, kam für alle Beteiligten überraschend. Andere Position wählen, noch mal drehen? Beim Blick aufs Display der 5D MkII fiel mir das erst gar nicht auf, außerdem: Der Zeitplan für diese Videokolumne ist eng, die Anwesenheit der Medienvertreter im Stadion wird von der Eintracht-Presseabteilung nicht sooo gern gesehen, der kommentierende FR-Redakteur muss im Anschluss in die Redaktion eilen und seinen Artikel zum Seitenschluss für die – frühe – Deutschland-Ausgabe schreiben. Also drängelt der und hat wenig Lust auf Wiederholungen von schiefgegangenen Takes.

Für die Performance vor der Kamera aber ist wichtig, dass die betreffenden Redakteure – deren althergebrachter Tarifvertrag sie keineswegs zu dieser Leistung zwingt – gut gelaunt und bei der Sache sind. Folglich: Aus psychologischen Gründen nehme ich kleine Fehler hin, wenn dadurch Redefluss und lockeres Sprechen (dafür sind die Print-Redakteure ja nicht ausgebildet) gestört werden.

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