Workflow beim FR-Interview mit Michael Skibbe

Oliver

Die Frankfurter Rundschau macht Ernst mit dem multimedialen Ansatz: Michael Skibbe ist der neue Trainer der Frankfurter Eintracht und stellte sich den Medien – so auch der Frankfurter Rundschau. Er rückte mit seinem Pressesprecher an, die Sport-Redaktion mit drei Fachredakteuren, zeitweilig dem Chefredakteur und dem Ressortleiter – und schließlich dem FR-Fan-Blog-G-Genius Stefan K. und mir als Online-Macher, also den Internetspezialisten.

Ich habe die Canon 5D MkII mitlaufen lassen (nicht zuletzt für solcherlei Fälle angeschafft). Immerhin – es war das erste Mal, dass die FR ein Thema in Print, Web, Blog, Twitter bzw. Text, Stand- und Bewegtbild aufbereitet hat. Eine echte Crossmedia-Story.

Obwohl das Video eine einfache Aufnahmesituation reflektiert, eher nach „quick&dirty“-Masche zusammengestrickt ist, so hat es doch Stunden bis zur Fertigstellung gedauert.

Letztlich legt diese Erfahrung den Schluss nahe, dass der backpack journalism – also ein Multimedia-Journalist rückt mit einem Rucksack voller High-Tech-Geräte aus, um einen Termin zu covern – eine Illusion ist. Letztlich brauchte es zwei Interviewer, die einen Print-Text erstellt haben, einen Fotografen für die gedruckte Ausgabe, einen Schreiber und Fotografen fürs Blog und einen Video-Mann, der gleichzeitig die Online-Ausgabe betreut hat.

Und alle waren letztlich den Rest des Tages (Skibbe kam gegen 13 Uhr) und teilweise darüberhinaus beschäftigt, um ihr Teilprodukt zu liefern. Man hätte die Truppe bestenfalls auf drei reduzieren können (ohne zweiten Interviewer und den Print-Fotografen) – aber diese drei haben einen Arbeitstag dafür in Anspruch nehmen müssen.

Auch ich hätte kaum Foto & Video mit der 5D MkII gleichzeitig machen können. Beides hat unterschiedliche Anforderungen – und es ist auch nicht ratsam, zwischen den Videotakes Fotos zu schießen. Eine von beiden Ausdrucksformen gerät dann in Mitleidenschaft. Das wäre dann bestenfalls sehr quick & dirty geworden.

So aber sind letztlich Stefan und ich sehr zufrieden mit dem Ablauf; ich vor allem vor dem Hintergrund, dass es das erste integrierte Projekt war, das einem so engen Zeitrahmen (Produktion von jetzt auf nachmittags bzw. abends) unterlag.

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3 Responses to “Workflow beim FR-Interview mit Michael Skibbe”

  • Fidelia Says:

    Hallo Dieter,auch ich bin einer der &#rBt0;Al2-2GSle8.Anfang Januar 1957 in der Rammelsbergkaserne (letztes, 3. Gebäude)bei der 3. Hundertschaft meine Grundausbildung gemacht.Unser Hu.-Führer war zuerst Hautmann Klappdor. Innendienstleiter warHpt.-Wachmeister Wuttke. GSG 5-Leiter war derzeitOberst Poggendorf,der auf unserem Kasernengelände wohnte.Hattet ihr nicht damals Hauptmann Krüger als Chef?Wenn Interesse, melde dich mal.MfG, Klaus

  • Peter Says:

    Und ich war sehr, sehr froh, Oliver, dass das Thema „Multimedia“ von der FR und den betreuenden Mitarbeitern _so_ aufbereitet wurde und damit auch einen neuen, zumindest aber erweiterten, Leserkreis für die FR erreicht. Man kann nur hoffen, dass die Chefredaktion und die angeschlossenen Redaktionen/Ressorts diesen Weg konsequent weitergehen werden. Danke in jedem Falle für Eure tolle Arbeit und die damit verbundenen Mühen!

  • BobMarche Says:

    Thanks for the useful info. It’s so interesting

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