Feb 22 2010

Get good audio

Oliver

Die multimediale eierlegende Wollmilchsau hat auf allen Ebenen zu kämpfen – vor allem aber auf der des guten Klangs. Wenn es auf die FR online-Videoprojekte (Volltreffer! und Eintracht aktuell„) Negativreaktionen gab, dann besonders wegen der Soundprobleme, die bei „Eintracht aktuell“ draußen vor dem Stadion bzw am Trainingsplatz auftauchen: Wind und schwer zu vermeidende Nebengeräusche – wie etwa die der Flieger vom Frankfurter Flughafen oder die Reinigungs- und Vorbereitungsarbeiten am Stadion.

Diese Situation habe ich tatsächlich nicht ausreichend antizipiert, weil es in den ersten Überlegungen zu den Videoserien vor allem darum ging, die Pressekonferenz widerzugeben, und Statements von FR- und/oder Eintracht-Leuten in einem Nebenraum aufzunehmen. Für die hätte das Sennheiser MKE-400 Richtmikro auf der Canon 5D MkII durchaus gereicht, AGC-Problematik hin oder her.

So halte ich die Soundqualität beim inhouse aufgenommenen „Volltreffer!“ für ok. Da das Gespräch der Sportredakteure in einem normalen Konferenzraum aufgenommen wird, gibt es einen gewissen Hall – so what. Wir könnten die Kollegen von Radio BOB, die im Sachsenhäuser Depot logieren, ansprechen, ob sie uns einen isolierten Raum zur Verfügung stellen. Aber unabdingbarer Teil des „Volltreffer!“-Konzeptes ist es nunmal, mit dem modernen Newsroom der FR als Kulisse zu arbeiten…

Bei den Folgen vom 11. Februar und 4. Februar von „Eintracht aktuell“ indes gab es wegen der Sonntagsspiele keine übliche Pressekonferenz, sondern nur das Training ab 10 Uhr auf dem Platz vor dem Stadion bzw der Wintersporthalle. Bei winterlichen Minusgraden pfeift da der Wind auf dem Gelände und um das Stadion: schwer, da eine ruhige Ecke zu finden. Zumal man mit einem verschwitzten Spieler im Schlepptau, der sich zu einem Kurzinterview bereiterklärt hat, schlecht lange draußen rumrennen kann. Dem ist aus Angst vor einer Erkältung schon der Weg zum Fanshop zuviel. Zum Eintracht-Museum erst recht.

Was die Equipment-Frage betrifft, so muss ich wiederholen, dass der Multimedia-Packesel Oliver B. nicht mehr mit sich rumschleppen will, als sich einigermaßen handlich, schnell und flexibel mit sich tragen läßt. Das ist in jedem Fall Teil des Jobs. Ich habe den Link vergessen, aber als neulich bei der New York Times ein Video-Journalist von seiner Ausrüstung berichtete, habe ich mich wirklich gefragt, ob der einen Bollerwagen mit all dem Zeug hinter sich herzieht. Das kann’s für mich nicht sein. Da muss den FR online-Usern klar sein oder werden, dass wir nicht mit einem Ü-Wagen in der Gegend rumfahren.

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Feb 16 2010

Web-Video ist nicht Fernsehen

Oliver

Bei den ersten Video-Versuchen wird man sich zwangsläufig bissigen User-Kommentaren ausgesetzt sehen, die die Filme und Filmchen als „amateurhaft“ oder „laienhaft“ abqualifizieren. Und obwohl man zigmal gelesen und diskutiert hat, dass Webvideo eben nicht versuchen soll, typischen TV-Journalismus nachzuahmen, schmerzen solche Vorwürfe dennoch.

Daher allen und mir zum Trost, zur Bestätigung, zur Aufforderung: Multimedia-Vorreiter Adam Westbrook in Charlie Brooker’s dissection of the TV news package (and what you can learn from it)

If you’re reading this blog, chances are you’re not working in a TV newsroom. You’re more likely to be a video journalist working for a newspaper or the web, right? In which case, the rule is a simple one:

video journalism is NOT TV news!

Journalists from big newspapers have expressed frustration to me before that their attempts to ‘go into video’ end up looking amateurish. What they mean is they don’t look as good as TV news. And the reason: they’re trying to copy this TV formula without really understanding it. And they’re imitating without any need too.

Video journalism is free of so many of the contraints which which created the TV news formula; they might have more time, fewer people, and no style conventions to adhere too…so make the most of that! It’s cheaper than TV news too – so you can afford to experiment and make mistakes.

With the technology to produce video narratives cheaper than ever, I hope more people will pick up a camera and learn how to tell visual stories in new ways. Leaving it in the hands of the conventional herd of the mainstream newsroom alone means we’ll only emerge from this industry upheaval with more of the same. And that would be sad.

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Feb 10 2010

Viewfinder statt (Schulter-)Stativ

Oliver

Seit kurzem gehört ein LCDVF-Viewfinder zu meinem Equipment, und ich bin überrascht: Mit der Displaylupe an der Kamera und am Auge läßt sich die 5D MkII beinahe ruhiger halten als mit meinem Seagull-Schulterstativ. Und vor allem läßt sie sich besser mitziehen als auf dem Schulter- oder einem richtigen Stativ.

Der Beleg (sämtliche Aufnahmen vom Trainingsplatz mit Kamera + Viewfinder am Auge):

Übertriebene Schwenks werden von den meisten Video-Experten als „No go“ beschrieben, aber bei sportlichen Ereignissen gilt dies nicht.

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Feb 7 2010

Multimedia-Packesel im Zeitraffer

Oliver

Der Backpack-Journalist beim Packen – starring: Kata 3N1-20 Slingshot Bag, Manfrotto-Stativ, H2 Zoom Audio-Recorder, MemoryKick, Sennheiser MKE-400 Richtmikro, Canon 5D MkII, diverse Sandisk-Compact Flash Karten, Canon Telezoom EF 70-210, Hacker Laptop-Schultertasche/Rucksack mit MacBook Air und Schulterstativ, Canon 350D mit Sigma Telezoom 70-300mm. (Mehr dazu in diesem Beitrag…)

Aufgenommen mit einem iPhone der ersten Generation ( mit iTimelapse). Beim Transfer auf den Arbeitsrechner kam allerdings nur Zahlensalat an. Leider gestaltete sich auch der direkte Upload zu Vimeo schwierig – ich musste eine auf 360 px Breite reduzierte, völig unbearbeitete Version direkt vom iPhone hochladen. Immerhin: Man kann ja erkennen, um was es geht. 😉