Apr 27 2010

Lessons to learn

Oliver

Storyboard

Ich beschäftige mich immer noch mit den Nachwirkungen des Workshops mit den Jungs vom Bombay Flying Club (siehe auch hier und hier…), woran man erkennen mag, dass sich diese Fort- und Weiterbildung wirklich gelohnt hat. Kann man ja nicht immer sagen, und fragt sich danach, ob die Veranstaltung das Geld wert war. Vor allem, wenn man so ein autodidaktischer Digitalheini ist wie ich, der alles ein bißchen und nichts richtig kann, und der dann teilweise gelangweilt und teilweise interessiert ist.

Als dieser Digitalfreak nutze ich normalerweise keinerlei Papier oder Stifte mehr. Als Notizblock reicht mir das iPhone – meistens die Notizzettel-App oder diejenige für Sprachaufnahmen. Aber das obige Flipchart, das die BFC-Leute verwandten, um die Storyline mit mir zu entwickeln – das habe ich mir daheim an die Arbeitszimmer-Wand getackert. Als Inspiration, Mahnung und Erinnerung, dass sich manche Dinge doch besser erst einmal mit Hilfe von Papier durchdenken lassen. ;-)

Auf dem Flipchart ist fixiert, was ich im Beitrag Der Bombay Flying Club war da beschrieben habe – die Entwicklung der Szenefolge, der Wechsel der Personen, des dazugehörigen Audios, der Stand- und Bewegtbilder, des “Hooks”, der “Breadkrumbs”, der “Climax” und des “Payoffs”.

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Apr 1 2010

Der Bombay Flying Club war da

Oliver

Kastenskov und Madsen

Storyboard. Audio.

Gefragt nach einem kurzen Resümée am Ende des Workshops der
Hamburger Akademie für Publizistik
mit dem Bombay Flying Club, sind das die beiden Worte. Die beiden Worte, die das Wichtigste umreißen.

Storyboard. Audio.

“Web Documentary” hieß der Titel des Workshops mit den beiden Dänen Henrik Kastenskov und Poul Madsen, die in Europa als MediaStorm-Pendant gelten dürfen.

Wobei auch preisgekrönte, namhafte Protagonisten wie sie offensichtlich noch ein paar nüchterne Allerwelts-Aufträge als Fotografen erledigen müssen, um ihr Dasein zu fristen. Ob man mit aufwändigen Multimedia-Projekten in Zukunft als Freelancer wirklich Geld verdienen kann, scheint ebenso in ihrer Diktion eher eine Frage der Hoffnung denn der Gewissheit zu sein.

Denn Kastenskov und Madsen erwarten, dass die User irgendwann den ganzen billigen Schund & Schmutz im Web Leid sein und sich wieder für Qualitätscontent interessieren werden. Und dieser müsse dann angesichts ausgedünnter und in enge Ablaufroutinen eingespannter Redaktionen von Freischaffenden geliefert werden. Derzeit aber, nun ja, zahlten Redaktionen noch nicht ‘mal ‘nen Appel und ‘nen Ei für Multimedia-Produktionen mit tagelangem Produktionsaufwand, gaben die beiden aus ihrem Erfahrungsschatz preis. Geld verdienen könne man mit Multimedia nur bei anderen Auftraggebern – Stiftungen, NGO’s etc.

Poul Madsen hat dazu auch einiges dem Blog Innovative Interactivity in der Reihe Innovative Individuals erzählt (das Bild ist schrecklich, in Wirklichkeit sieht er viel netter aus und ist es auch), u.a.

The lesson learned here is that no one will watch your multimedia if you don’t present it in an interesting way. The amount of Soundslides and basic multimedia stories that are out there are growing by the minute and people – including myself – do not have the patience to watch these stories. Most of them are simply just too boring to watch.

Poul MadsenWer sich davon nicht abschrecken lassen will, für den lautet die Message: Storyboard. Audio.

Ich gebe zu: Theoretisch war mir das nicht völlig unbekannt. Aber wie so häufig: Praktisch unter Produktionsdruck kommt das noch mal anders rüber. Besonders bei einem Dreitage-Workshop – dem nach eigenen Angaben kürzesten Workshop der beiden bislang. Eine sportliche Aufgabe für alle acht Teilnehmer.

Die erste Hälfte des ersten Tages verging mit einem Vortrag vom Bombay Flying Club über den Bombay Flying Club und seine Geschichte. Über Multimedia grundsätzlich. Über Audio-Slideshows und Videos. Gelungene Beispiele. Technische Tipps & Tricks. Hardware, Software. Besonders – ah, erwähnte ich es? – zum Sound. Wofür Henrik Kastenskov der Spezialist und Guru ist: “Bad audio kills great photography!”
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