Aug
26
2010
Oliver
Die Serie Shit Happen-Z berichtet in loser Folge von den Pleiten, Pech und Pannen während der allwöchentlichen Multimedia-Produktion.
Zum Grundlehrgang Video für Anfänger zählt der Hinweis, Menschen nicht so vor die Kamera zu positionieren, dass ihnen Wandhaken, Garderobenständer oder ähnliches aus den Köpfen wachsen. Ein schönes Beispiel dafür ist mir neulich gelungen, wie man im FR-”Waldstadion”-Video der vergangenen Woche bei Minute 3:25 bewundert kann:
Dererlei Fehler sind natürlich nicht der kompletten Blödheit des Videoproduzenten geschuldet: Wie man in den Sequenzen vor Minute 3:25 nachvollziehen kann, hatte ich zuerst eine helle Sonne im Hintergrund, die einen starken Schlagschatten auf dem Gesicht des Sportredakteurs hinterließ. Ich wollte also in jedem Fall noch die Perspektive wechseln, abgesehen davon noch einen weiteren Blickwinkel durchs Stadion ermöglichen. Ich fand es auch reizvoll, dass helle Hemd des Sprechers mit dem dunklen Schatten auf dem Rasen kontrastieren zu lassen…
Dass justament dann die Rasensprenger los- und hochgingen, kam für alle Beteiligten überraschend. Andere Position wählen, noch mal drehen? Beim Blick aufs Display der 5D MkII fiel mir das erst gar nicht auf, außerdem: Der Zeitplan für diese Videokolumne ist eng, die Anwesenheit der Medienvertreter im Stadion wird von der Eintracht-Presseabteilung nicht sooo gern gesehen, der kommentierende FR-Redakteur muss im Anschluss in die Redaktion eilen und seinen Artikel zum Seitenschluss für die – frühe – Deutschland-Ausgabe schreiben. Also drängelt der und hat wenig Lust auf Wiederholungen von schiefgegangenen Takes.
Für die Performance vor der Kamera aber ist wichtig, dass die betreffenden Redakteure – deren althergebrachter Tarifvertrag sie keineswegs zu dieser Leistung zwingt – gut gelaunt und bei der Sache sind. Folglich: Aus psychologischen Gründen nehme ich kleine Fehler hin, wenn dadurch Redefluss und lockeres Sprechen (dafür sind die Print-Redakteure ja nicht ausgebildet) gestört werden.
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Aug
8
2010
Oliver
Als Multimedia-Mann der Sport-Redaktion der Frankfurter Rundschau und als Hobby-Triathlet interessiere ich mich natürlich besonders für den Ironman vor unserer Haustüre. Dreimal habe selbst teilgenommen (derzeit fehlt mir dafür aber die Trainingszeit). Aber seit Anbeginn des Wettbewerbes in Frankfurt sind meine Frau und ich mit den Kameras dabei.
Mein Trainingskumpel Peter Damjancevic aus Düsseldorf ist diverse Male in Frankfurt gestartet, und natürlich hatte ich irgendwann die Idee, ihn einmal – quasi als Exempel für den typischen Altersklassenathleten – mit der 5D MkII bei seinem fünften Start zu begleiten. Der Gedanke lag nahe, weil er ohnehin ab Freitag bei uns übernachtet und während des sonntäglichen Rennens betreut wird.
Zur besonderen Atmosphäre und zum Kult eines Langdistanztriathlons zählen indes die Vorbereitungen und der Check-in des Rennrades am Samstag vor dem Rennen. Also habe ich mich darauf konzentriert. Die Passage, wo Hobby-Triathlet Peter die Profi-Triathletin und Lokalmatadorin Meike Krebs trifft, ist natürlich verunglückt – aber ich habe sie drin gelassen, damit Peter daheim ein wenig angeben kann.
Da das Video nur in meinem Ironblog erschienen ist, musste ich da die professionelle Latte nicht so hoch legen. Eine läßliche Sünde, denke ich – da geht’s eben einfach auch mal um den Spaß.
Das Ironblog ist ein Privat-Projekt von mir, das gleichwohl unter FR-Fittichen lebt. D.h., dass ich einen Teil meiner offiziellen Arbeitszeit dafür verwende, aber ganz überwiegend bastele ich daran in meiner Freizeit. Continue reading
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Jun
21
2010
Oliver
Die Serie Shit Happen-Z berichtet in loser Folge von den Pleiten, Pech und Pannen während der allwöchentlichen Multimedia-Produktion.
Das ging daneben: Niemals eng gestreifte Hemden tragen! Meine Frau, ehedem in der Werbung tätig, hat’s gewusst. FR-Kollege Thomas Kilchenstein nicht. Und ich hab’s nicht gemerkt.
Und kann andererseits vor dem “Volltreffer!”-Dreh am Montag nicht wissen, welcher Redakteur morgens nach welchem Outfit greift. Folge: Das Hemd “flirrt”… siehe:
Weiße Hemden sind ja eigentlich auch verpönt. Aber da kann man wenigstens den Kontrast ein wenig hochdrehen.
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Mai
26
2010
Oliver
Zuletzt hat Cliff Etzel mit seinem Beitrag Video Cameras – a personal perspektive Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Darin begründet er seine Distanz zu den Hybrid-Spiegelreflexkameras wie der Canon 5D MkII u.a. so:
I’m calling it as I see it. DSLR video is a fad – at least in solo video journalism it is. Plain and simple. There are many who have become enamoured with the so called uber cool extreme shallow depth of field flavor of the moment, equating it to creative license and thus making it their top priority, and in the process, losing sight of the first rule of solo video journalism: It’s the story, not the gear.
Well, exactly. Eine ähnlich gelagerte Kritik (It’s the story) hat u.a. Colvin Mulvany (Video at newspaper needs to improve) geäußert. Freilich:
Es gibt in der Tat einige Beispiele, bei denen Hybrid-DSLR-Besitzer – mehr vom Fotografischen denn vom Filmen kommend – sich am Video versuchen und mehr oder weniger kläglich scheitern. Was ich einerseits nicht so schlimm finde, denn: Die Leute lernen.
Vielleicht sollte man auch durchaus den Mut bewundern, öffentlich zu lernen und seine Lern- und Experimentierphasen für jedermann zu dokumentieren. Frei nach Transparenz-Guru Jeff Jarvis: Es helfen einem kritische Kommentare sich weiterzuentwickeln. Mit Finding the Frame gibt es mittlerweile von Mulvany ja sogar eine eigene Site, die sich dem Zur-Schau-&-Kritik-stellen widmet.
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