Festung Europa ade!

Tanger Med

Ankunft in Tanger

Zweieinhalb Tage auf der Fähre bringen uns aus der Festung Europa in das Land, von dem aus ein Strom von Flüchtlingen aus Afrika versucht, das gelobte Land Europa unter Lebensgefahr zu erreichen.

Wir fahren in die andere Richtung; mit an Bord unzählige marokkanische Händler, die mit ihren altersschwachen Transportern und Sprintern den abgelegten Konsummüll der Wohlstandsnationen auf dem Kontinent zur weiteren Verwertung in ihr Heimatland bringen – die Autos oft grotesk bepackt und beladen mit jeglichem Flohmarktgerümpel. In Marokko findet es in den Dörfern und Städtchen noch interessierte Abnehmer.

Das gilt auch für Fahrzeuge: Wer 123er Mercedes, Renault R4 und Peugeot 208 oder auch 504 etc. in rauen Mengen live erleben will, sollte mal in Marokko vorbeischauen.

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Zwei Tage beim 35. „Willy“

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Die Welt der Fernreisen ist noch neu für uns. Wir waren einmal mit unserem Land Rover in Andalusien und einmal mit ihm in Marokko. Da wir ohnehin zu einer weiteren Testfahrt auf Schwachstellen und mögliche Änderungen mit dem kürzlich erworbenen Unimog aufbrechen wollte, erschien uns der Besuch des Willy-Janssen-Treffens im nicht so fernen Bad Kreuznach genau richtig.

Das Willy-Janssen-Treffen (alle Infos dazu dort nachlesen) ist legendär und wurde heuer im 35. Jahr auf dem riesigen Gelände des Freizeitparks Kuhberg in Rheinland-Pfalz veranstaltet. Und riesig war auch die Anzahl der Fernreisemobile, überwiegend Lkw’s, die versammelt standen. Unser Unimog hat darunter keine schlechte Figur gemacht, stellten wir fest, und wusste auch Interesse zu erzeugen.

So ein Treffen geht natürlich mit viel gemütlichem Beisammensein und genussvoller Plauderei über eigene Erlebnisse einher, mit Tipps & Tricks, und der Möglichkeit, ein paar gebrauchte Ausrüstungsgegenstände an andere Reisende loszuwerden. Interessante Vorträge etwa zum Reisen im Iran und auf der Panamericana, sowie zur Offroad-Navigation gab es auch – und sie verfehlten nicht ihren Zweck, uns positiv zu motivieren. Weiterlesen

Stand-up Paddling auf dem Kinzigsee

Oliver auf dem Kinzigsee

Oliver im Neopreananzug paddelnd auf dem Kinzigsee.

Auf einem Stand-Up Paddling Board einen See zu umrunden, nahe am Ufer, am Schilf, ist eine geradezu meditative Form der Fortbewegung. Wenn man einen Versuch unternehmen will, den so genannten Flow zu erleben, hat man beim SUP gute Chancen, diesen Zustand ansatz- und annäherungsweise zu erleben.

Unabhängig vom Flow kann man mit einem Paddleboard sehr gut Flüsse und Seen erkunden, sogar zu wasser-erwandern. Eine Alternative zum Kayak durchaus, zumindest auf ruhigen Gewässern. Man kann aber auch drauf sitzen oder knien, und es damit fast wie ein Kanu bewegen.

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Die ersten Schritte mit „Turtletroll“

Unimog in Wünsdorf

Unimog – beim Offroad-Training im Bunkergelände Wünsdorf

Das Amphibium handelt von Reisen, dem Unterwegssein. Zu Land, zu Wasser, in der Luft.

Das wird vorwiegend mit einem Fahrzeug geschehen. Mit einem, das fast überall hinkommt. Und wenn es nicht mehr weiterkommt, nur ein Leopard 2 oder die Luftwaffe hilft. Das haben zumindest Bekannte von uns so formuliert.

Also: ein Unimog. Natürlich ist es kindisch, dem Ding einen Namen zu geben. Aber so ein Gefährt spricht eben das Kind im Mann (und in der Frau) an.

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Dass die Rose dir ein Beispiel gebe

Allrad-Lkws und Land Rover Defender

Unser kleiner Konvoi – zwei 4×4 Lkw und ein Land Rover Defender 90

Zurück von unserer Marokko-Tour vom 6.-28. April; eine besondere Herausforderung, die wir mit der Zähigkeit von  (Ex-)Triathleten gut zu überstehen wussten: Mehr als zwei Tage jeweils Hin- und Rückfahrt mit der Fähre, dann ging es in Tanger Med los – über Chefchaouen, Fes, Modelt, Imilchil in die Sahara-Ausläufer bei Zagora und über den Atlas zurück nach Marrakesch und schließlich wieder zum Fährhafen Tanger Med.

Dazwischen kalte Nächte und heiße Tage, Mensch und Material zermürbende Stein- & Schotterpisten, Sanddünen, gelegentliche Steinwürfe nach uns, Schlauchabriss und Ölverlust, Dünenspiele, Sonnenstich, Übelkeit, Erbrechen, Erkältung, Fieber, auf einer Etappe der Libya-Rallye (2014 Morocco Edition) gelandet und „get lost“ im Labyrinth der Souks und immer, immer ein Anleger-Bier nach Ankunft am Etappenziel. Ehefrau und Mitreisende Beate hat dazu ein Video aus ihren Fotos und Filmen zusammengeschnitten:

Wem es zu lange dauert, die 17-minütige Video-Zusammenfassung anzusehen, dem sei eine kleine Bildergalerie empfohlen…

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