Skilaufen am Feldberg

12108768_1026772227397920_1724166695910860519_n (480x640)

Nach den Schneeschuhen am Vortag haben wir unsere Wintersport-Exkursionen fortgesetzt und haben uns längliche Bretter unter die Füße geschnallt.

Besonders bei den Alpinski waren die Erwartungen wie Befürchtungen groß: Beate hatte das letzte mal vor zwanzig Jahren auf Skiern gestanden, ich gar vor dreißig Jahren – allerdings damals mit sehr ausgereifter Technik; schließlich hatte ich mit sieben Jahren angefangen und war ab dann nahezu zweimal im Jahr im Skiurlaub gewesen.

Das ließ befürchten, dass mein mittlerweile mehr als fünfzig Jahre altes Fahrgestell keine besonderen Schwünge und Sprünge würde verkraften können… aber es lief beängstigend gut; und so konnte ich es prompt nicht lassen, neben der Piste durch die Bäume und Büsche zu wedeln.  Auch Beate tourte munter die Feldberg-Pisten runter.

RIMG0191 (1024x576)

Tags darauf haben wir uns dann mit dem 70 Jahre alten Rudi getroffen, unser Langlauf-Skilehrer für zwei Stunden – und gleich eine Lektion in Sachen Demut erhalten. Wir anstrengend das war, wie ausgepowert wir waren! Immerhin, wir konnten uns relativ schnell mit den Besonderheiten des Langlaufskis anfreunden – und Rudi ließ durchblicken, dass wir recht schnell lernen und umsetzen würden.

Weiterlesen

Schneeschuhe und Starterbatterien

RIMG0173 (1024x576)

Zum ersten Mal im Leben auf Schneeschuhen unterwegs – und uns gleich auf dem völlig vernebelten Feldberg verlaufen. Bei klarer Sicht mögen die Hinweiszeichen für den Seebuck-Trail ja gut zu sehen sein, aber nicht nur wir hatten Schwierigkeiten mit der Orientierung an diesem Tag. Auch ein anderes Pärchen irrte zwischen den Bäumen umher… wir waren dann anstelle der vorgesehen dreieinhalb Kilometer mehr als fünf unterwegs.

RIMG0171 (1024x576)

Ich hatte mein Garmin-Outdoor-Navi ausgerechnet an diesem Tag nicht dabei. Dennoch: Schneeschuhwandern hat es uns spontan angetan, zumal sie leicht zu transportieren sind und leicht in einen Unimog-Stauraum passen, Teleskop-(Wander-)Stöcke sind ja eh im Gepäck – und Schneeschuhe erschließen einem eine Winterlandschaft auf ganz neue Weise.

Das Universum gleicht alles aus

Ganz andere Schwierigkeiten harrten uns nach Rückkehr zum Basisfahrzeug. Dass die beiden Rückfahrscheinwerfer noch brannten, bedeutete nichts gutes – und in der Tat: Der Anlasser tat beim Umdrehen des Zündschlüssels keinen Mucks. Was nun: Zwei zusammengeschaltete 12V-Lkw-Batterien lassen sich nicht mit einer Pkw-Batterie überbrücken…

Weiterlesen

Test- und Trainingstour in den Schwarzwald

schluchsee-tracks

Wozu in die Ferne schweifen, das Gute liegt so nah? Es sollte in die Pyrenäen gehen, doch sind wir im deutschen Pendant dazu gelandet – im Schwarzwald. Manchmal wundere ich tatsächlich, dass ich in Hawaii und in der Antarktis bereits gewesen bin, in Nahen wie im Fernen Osten – doch die heimischen Gegenden kaum kenne. Da wir zum letzten März-Wochenende ohnehin in Freiburg wegen einer Fortbildung meiner Gattin sein mussten, sind wir kurzerhand bei Freiburg von der Autobahn in Richtung Osten abgebogen und haben den Unimog auf einen Campingplatz am größten Schwarzwaldsee, dem Schluchsee, abgestellt.

Der See liegt auf ca. 1000 Meter Höhe, und rundherum zeigen sich die Höhen weiß. Selbst auf Seeniveau liegt noch Schnee, da wäre es in den Pyrenäen kaum anders. Tatsächlich sind im März in den Pyrenäen die Pässe und Zugänge oberhalb der 2000 Meter häufig noch gesperrt; womöglich hätten wir unsere Zielorte dort gar nicht erreicht und hätten kaum mehr als vielmehr weniger Spaß gehabt – das Wetter ist in den Pyrenäen jedenfalls nicht besser, eher schlechter als derzeit im Schwarzwald. Es mag Ignoranz sein, wenn ich meine, dass die Pyrenäen in 1000 bis 1500 Meter Höhe nicht so sehr anders aussehen als der Hochschwarzwald. Ohnehin: Französisch wie den hiesigen Dialekt verstehe ich gleichermaßen schlecht.

Newbie-Navigieren in kontrollierter Umgebung

12524395_1026772864064523_2932065513425849896_n (270x360)Ein Grund für den Oster-Ausflug war auch mein Wunsch, mit meinem frisch erworbenen Garmin-Navigationsgerät umgehen zu lernen, samt der dazu gehörigen Basecamp-Planungs- und Auswertungssoftware. Damit bin ich Newbie, und so nutzen wir hier die Möglichkeit, Routen und Tracks zu recherchieren, in Basecamp darzustellen und auf das GPSmap 64st zu übertragen – um dann am nächsten Tag entlang der geplanten Tour uns vom Gerät leiten zu lassen. Dabei mit der Gewissheit versehen, dass der Hoch- bzw. Südschwarzwald bestens touristisch erschlossen ist und wir den Weg angesichts der nahezu perfekten Beschilderung nicht verfehlen können. Aber so kann ich einen Live-Test meiner Navigations-Fertigkeiten mit Netz und doppeltem Boden absolvieren.

Weiterlesen

Marrakesch. Asilah. Tanger Med. Frankfurt.

IMG_9724

Marrakesch – willkommen im Mainstream-Tourismus! In Marrakesch ist viel erlaubt und vieles möglich, was auf dem flachen marokkanischen Lande undenkbar wäre. Der Kleidungsstil junger Frauen etwa. Später, beim Imbiss heute, wird sich eine dieser junge Frauen so hinter mich setzen, dass ein Blick auf den sexy roten Tanga-Slip nicht ausbleiben kann – während vor dem Tisch, an dem sie sitzt, eine schwarz ganzkörperverschleierte Frau vorbeiläuft, deren Sehschlitz kaum die Augen erkennen lässt.

Beides ist Marrakesch, in dem Korruption und Prostitution blüht, und Touristen aus allen Ländern in diversen Etablissements zwischen günstig-billig und Luxus-Luxus absteigen. Alle müssen wenigstens einmal zur Medina, zum Gauklerplatz Djamaa el-Fna und in die Souks, so auch wir – beim diesmal dritten Besuch hat das Treiben allerdings für mich seinen Reiz verloren, gerade wenn man weiß, dass die dargebotenen Waren – sofern überhaupt aus ortsansässiger Produktion, Kunsthandwerk etwa, – häufig im Süden eingekauft und an die Touristen in Marrakesch mit entsprechenden Aufschlägen weiterverkauft werden.

Überraschung Asilah

Den Schnitt machen die Händler, nicht die Produzenten im Süden Marokkos; deswegen haben wir ja auch dort bereits unsere Mitbringsel – Tee-Tisch, Teppich, Schal, Argan-Produkte etc. – erworben. Ein Kaffee im Café de France muss sein, und ein bisschen sich verlieren im Souk auch. Keine neuen Fotos, die wir im vergangenen Jahr nicht schon schon geknipst hätten – deswegen siehe dort…

Überraschung! Eigentlich endet die gemeinsame Fahrt unseres Konvois in Marrakesch, aber wir treffen uns alle – mehr oder weniger geplant – am nächsten Tag in Asilah, nahe Tanger. Ist immer angeraten, den etwa 600 Kilometer weiten Weg zum Fährhafen mit einem Zeitpuffer anzutreten; zumindest wenn man ältere oder zu Reparaturen neigende Fahrzeuge bewegt.

Weiterlesen

Dreck im Diesel

IMG_9630

Von Telouet nach Marrakesch verläuft quasi die landschaftlich sehr reizvolle Schlussetappe des Fernreiseseminars von eineweltreisen.org. Fantastische Panoramen zuhauf, ebenso in Lehm an die Bergwände gedrückte Dörfer, viele weitgehend verlassen und in Ruinen.

Die gewundene Straße ist zu Beginn sehr schmal, in schlechtem Zustand, teilweise ist gar kein Asphalt mehr vorhanden. Eine Baustelle nach der anderen, und manche davon scheint vergessen worden zu sein. Zerfallene Brücken. Nach rund 20 Kilometern mündet sie auf eine Hauptroute nach Marrakesch ein, danach wird es unruhig. Noch 100 Kilometer.

IMG_9636

Viele marokkanische Transport- und Touristenfahrzeuge haben es eilig und suchen ungeduldig ihr Ziel zu erreichen. Dazwischen großdimensionierte Sattelschlepper und Busse. Überholen und überholt werden. Manchmal wirkt die Dachlast größer als das eigentliche Fahrzeug. Unser Konvoi aus sieben Offroad-Lkw muss überholt werden und überholen. Die vorausfahrenden Fahrzeuge melden per Funk den hinteren, wenn kein Auto entgegenkommt und sie freie Bahn haben.

Weiterlesen