Zwei Tage beim 35. „Willy“

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Die Welt der Fernreisen ist noch neu für uns. Wir waren einmal mit unserem Land Rover in Andalusien und einmal mit ihm in Marokko. Da wir ohnehin zu einer weiteren Testfahrt auf Schwachstellen und mögliche Änderungen mit dem kürzlich erworbenen Unimog aufbrechen wollte, erschien uns der Besuch des Willy-Janssen-Treffens im nicht so fernen Bad Kreuznach genau richtig.

Das Willy-Janssen-Treffen (alle Infos dazu dort nachlesen) ist legendär und wurde heuer im 35. Jahr auf dem riesigen Gelände des Freizeitparks Kuhberg in Rheinland-Pfalz veranstaltet. Und riesig war auch die Anzahl der Fernreisemobile, überwiegend Lkw’s, die versammelt standen. Unser Unimog hat darunter keine schlechte Figur gemacht, stellten wir fest, und wusste auch Interesse zu erzeugen.

So ein Treffen geht natürlich mit viel gemütlichem Beisammensein und genussvoller Plauderei über eigene Erlebnisse einher, mit Tipps & Tricks, und der Möglichkeit, ein paar gebrauchte Ausrüstungsgegenstände an andere Reisende loszuwerden. Interessante Vorträge etwa zum Reisen im Iran und auf der Panamericana, sowie zur Offroad-Navigation gab es auch – und sie verfehlten nicht ihren Zweck, uns positiv zu motivieren. Weiterlesen

Stand-up Paddling auf dem Kinzigsee

Oliver auf dem Kinzigsee

Oliver im Neopreananzug paddelnd auf dem Kinzigsee.

Auf einem Stand-Up Paddling Board einen See zu umrunden, nahe am Ufer, am Schilf, ist eine geradezu meditative Form der Fortbewegung. Wenn man einen Versuch unternehmen will, den so genannten Flow zu erleben, hat man beim SUP gute Chancen, diesen Zustand ansatz- und annäherungsweise zu erleben.

Unabhängig vom Flow kann man mit einem Paddleboard sehr gut Flüsse und Seen erkunden, sogar zu wasser-erwandern. Eine Alternative zum Kayak durchaus, zumindest auf ruhigen Gewässern. Man kann aber auch drauf sitzen oder knien, und es damit fast wie ein Kanu bewegen.

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Die ersten Schritte mit „Turtletroll“

Unimog in Wünsdorf

Unimog – beim Offroad-Training im Bunkergelände Wünsdorf

Das Amphibium handelt von Reisen, dem Unterwegssein. Zu Land, zu Wasser, in der Luft.

Das wird vorwiegend mit einem Fahrzeug geschehen. Mit einem, das fast überall hinkommt. Und wenn es nicht mehr weiterkommt, nur ein Leopard 2 oder die Luftwaffe hilft. Das haben zumindest Bekannte von uns so formuliert.

Also: ein Unimog. Natürlich ist es kindisch, dem Ding einen Namen zu geben. Aber so ein Gefährt spricht eben das Kind im Mann (und in der Frau) an.

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Dass die Rose dir ein Beispiel gebe

Allrad-Lkws und Land Rover Defender

Unser kleiner Konvoi – zwei 4×4 Lkw und ein Land Rover Defender 90

Zurück von unserer Marokko-Tour vom 6.-28. April; eine besondere Herausforderung, die wir mit der Zähigkeit von  (Ex-)Triathleten gut zu überstehen wussten: Mehr als zwei Tage jeweils Hin- und Rückfahrt mit der Fähre, dann ging es in Tanger Med los – über Chefchaouen, Fes, Modelt, Imilchil in die Sahara-Ausläufer bei Zagora und über den Atlas zurück nach Marrakesch und schließlich wieder zum Fährhafen Tanger Med.

Dazwischen kalte Nächte und heiße Tage, Mensch und Material zermürbende Stein- & Schotterpisten, Sanddünen, gelegentliche Steinwürfe nach uns, Schlauchabriss und Ölverlust, Dünenspiele, Sonnenstich, Übelkeit, Erbrechen, Erkältung, Fieber, auf einer Etappe der Libya-Rallye (2014 Morocco Edition) gelandet und „get lost“ im Labyrinth der Souks und immer, immer ein Anleger-Bier nach Ankunft am Etappenziel. Ehefrau und Mitreisende Beate hat dazu ein Video aus ihren Fotos und Filmen zusammengeschnitten:

Wem es zu lange dauert, die 17-minütige Video-Zusammenfassung anzusehen, dem sei eine kleine Bildergalerie empfohlen…

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Vorbereitungen für Marokko-Tour

In rund zwei Wochen geht es endlich nach Marokko. Nach unserer Offroad-Tour nach Andalusien im vergangenen Jahr nun das Übersetzen auf den afrikanischen Kontinent!

Der Landy hat nunmehr den Ersatzreifen auf der Motorhaube, die Motorhaube ist gedämpft, Hohlräume versiegelt, und der Defender besitzt einen Überrollbügel. Worum es geht, vermittelt ein Zitat im Zitat:

Reisen muss ein Abenteuer sein. “Worauf es ankommt”, schrieb Robert Louis Stevenson in Reise mit dem Esel durch die Cevennen, “ist in Bewegung zu sein, die Notwendigkeiten und die Hindernisse unserer Existenz unmittelbarer zu spüren, dieses bequeme Federbett der Zivilisation zu verlassen und festzustellen, dass der Boden unter den Füßen aus Granit besteht und mit scharfen Kieseln bestreut ist.” Die Stolpersteine sind lebensnotwendig. Sie halten die Adrenalinpumpe in Gang.

Bruce Chatwin: Der Traum des Ruhelosen, S. 131

Diesmal sind wir aber nicht zu Fuß unterwegs, wie im israelischen Negev oder im Oman. Simplizität mit einem Offroader ist relativ und hat ihren Preis. Was nicht nur bedeutet, einen Schrauberkurs absolviert, ein paar Aufkleber beschafft und das Fahrzeug damit beklebt zu haben, sondern auch ein paar kostenträchtige Ersatzteile und Werkzeuge samt billigen Bundeswehr-Kisten, um all das zu verstauen, erworben zu haben:

Bundeswehr-Staukisten und Sandbleche, Stempel-Wagenheber und Air Jack, Ladeluftschläuche und Bremsbeläge, Wasserpumpe und diverse Filter, Kupplungs-Geber und Nehmerzylinder, Kompressor und Luftdruckprüfer m. Ablassventil, Flachriemen und Schlagschlüssel, CB-Handfunkgerät m. Außen-Antenne, und PMR-Walkie Talkies, Tomtom Marokko und Terrain-Straßenkarte. U.a.m.

Vor die Ankunft in Tanger hat das Schicksal eine dreitägige Anreise gesetzt. Einen Tag  auf der Autobahn nach Genua, dann zwei Tage auf der Fähre.